Eigenschaften und Verhalten des Brenzkatechins. v 411
0 dessen Methylgruppe durch Erhitzen mit Aluminiumchlorid (vgl.362 ) abspalten 1 .
1 . ^ re Qzkatechin krystallisirt aus Benzol in farblosen, glänzenden,d;-Ü te ? Blättern, schmilzt bei 104°, siedet 2 bei 240° und ist mit Wasser-
T^lrfen etwas flüchtig; 100 Thle. einer wässerigen, bei 20° gesättigtenm, g entl ,.
mit I
Natriumacetat-Lösung in Violett übergeht, ■ - eine Eeaction,
Die wässerige Lösung
?i °f lß g enthalten 31-1 Thle. Brenzkatechin 3 .
*\ ebt mit Eisenchlorid 2 eine grüne Färbung, die auf Zusatz von Soda-o<ter -^
in e überhaupt für aromatische Ortho-DioxyverbindungenMit Bleizucker giebt die wässerige Lösung
ei ara kteristisch ist,
eu weissen Niederschlag des Bleisalzes, mit Chlorcalcium und Am-
mak einen Brei farbloser, glänzender Nadeln des Calciumsalzes 5
I . Schied von Besorcin und Hydrochinon). Brenzkatechin reducirt
"t die Lösungen edler Metalle; FEHLiNG'sche Lösung wird beim Er-
ari aen reducirt.
L>ureli Chlorirung 0 giebt Brenzkatechin ein Tetraehlorbrenzkatechin —Ke sultat das leicht verständlich erscheint, da ja alle Wasserstoffatome des
Hnd
v,\ sultat > -
a efi 1 ns entweder in Ortho- oder Para-Stellung zu einer Hydroxylgruppe sich
Tm ^'8''- S. 378). Das Tetraehlorbrenzkatechin kann durch Salpetersäure in
or-ortho-benzochinon (vgl. S. 454), durch weitere Chlorirung in Hexachlor-
et rachl
c yciov,
jj e exe ndion übergeführt werden, welch' letzteres beim Erhitzen mit Phosphor-Chlorid Hexachlorbenzol liefert:
OH
OH
- C-OH
M.
C-H
H
Cl-C
Cl—C'
. C—OH-C-Cl
.COvC1C CO
C1C
CC1
Cl
CC1
Cl
.CO.C1,C CO
C1,C CC1
CC1
Cl-
-9\ /]'
-Cl
Cl-
1
01
-Cl
' Habtmasn u. Gatteemann, Ber. 25, 3532 (1892).~ Behai u. Desvignes, Compt. rend. 114, 1542 (1892).^ Vaübel, J. pr. [2] 52, 73 (1895).v * Vgl.: Ebstetn u. Müller, Ztschr. f. analyt. Chem. 15, 465 (1876). — F. Koch,eh -. f - Pharm. 233, 64 (1895). - W. Wislicehl's, Ann. 291, 173 (1896).e Böttinqer, Cöthener Chem.-Ztg. 19, 23 (1895).23 Zinoke, Ber. 20, 1776 (1887). — Zincke u. Küstp.k, Ber. 21, 2719 (1888);' 48e (1889); 24, 924 (1891). - Cousin, Compt. rend. 120, 840 (1895).