Umwandlung in Amidoaxokörper.
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Diazo- etü Verhalten gegen Hitze; die Diazoamido-Verbindungen können
, , l8 t noch ohne Entwickelung von Stickstoff geschmolzen werden; erst0 , höherer Erhitzung verpuffen sie, aber auch nicht mit der ausser-jj etlichen Heftigkeit, wie die Diazokörper. Die Zersetzung durch1 Ze ' lässt sich zu einem ruhig (ohne Explosion) verlaufenden Processei n S a "* n , wenn man den Diazoamidokörper mit Sand mischt oder ihnal] e ! neni noCÜ siedenden Lösungsmittel — Anilin, flüssiges Paraffin —feT^oh erhitzt; man findet dann, dass 2 / 3 des Gesammtstickstoffs gas-]j S ausgeschieden werden; als Zersetzungsprodukte des Diazoamido-la y konnten ferner Amidodiphenyle (o und p) in erheblichen Mengen01lr t werden:
C 6 H 5 —N=N—NH—C 6 H 5 = C 6 H 5 .C 6 H 4 -NH 2 + N,.
Ber bisher festgehaltenen Betrachtungsweise, nach welcher die Di-
. ^dokörper als Anilide von Diazokörpern 2 aufgefasst werden, kann
^ andere gegenübergestellt werden, welche sie als aromatische Amine,
u lT1 der Amidgruppe durch eine Azogruppe substituirt sind, erscheinen
• Von diesem Standpunkt aus kann die sehr wichtige und allge-
Ue Umwandlung der Diazoamidokörper in Amidoazokörper 3
8 -260), z.B.:
C 8 H 6 —NH—N- ~ N—C 6 H 6
■>• C ) H S -S=N-C,H 1 • NHj,
, ei ß specieller Fall jener schon häufig erwähnten Erscheinung ange. etl Werden, dn.ss Snbstitnenten der Amiderunne die Tendenz besitzen
^it
erden, dass Substituenten der Amidgruppe die Tendenz besitzen,
c, e mem Kernwasserstoffatom (o oder p) den Platz zu tauschen (vgl.°' 183. *~- --- • -- --- —- -----
Di
184, 185, 190, 219, 236—237).
kalt e Umwandlung erfolgt z. B., wenn man Diazoamidobenzol in. e r verdünnter Salzsäure suspendirt stehen lässt, oder wenn man es
cal c [
al koholischer Lösung mit salzsaurem Anilin, Chlorzink oder Chlor-
Utt i zusammen bringt. Sie nimmt einen besonders glatten Verlauf,
f r - 11 lnan die Diazoamidoverbindung — gelöst in dem entsprechenden
, n Amin — mit dem salzsauren Salz des Amins gelinde erwärmt
k • S. 264 die Darstellung von Amidoazobenzol); ist die ParaStellung
■Colins frei, so entstehen Paraamido-Azokörper:
—NH—N~N-
-N-N
,v\
CH 3
CH a
~NH 2 ,
CH,
|
s Hedslek, Ann. 260, 227 (1890). — R. Hiksoh, Ber. 25, 1973 (1892).kör ^ m Richte der neueren Anschauungen über das Verhältnis» zwischen Diazo-dutf, ei " a . Und Is odiazokörpern (vgl. Anm. 3 auf S. 402) wären die Diazoamidoverbm-
J 1 lr ±dess die Anilide der Iso diazo Verbindungen.917 Keküi <£> Ztschr. Chem. 1866, 689. — Fbiswell u. Green, Journ. Soc. 47,U885). _ h, Goldschsiidt u. Bakdach, Ber. 25, 1347 (1892).