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2. Cyclische Verbindungen - Naturstoffe 1 (1902) Einkernige isocyclische Verbindungen
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Trimethylbenzole, Cymole.

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furirt wird, als Ortho- und Metaxylol; die beiden letzteren Kohlenwasserstoffe werde»schon durch Schütteln mit gewöhnlicher Schwefelsäure sulfurirt; dampft man dieLösung der Natriumsalze ihrer Sulfosäuren ein, so scheidet sich das Salz der Ortho -xylolsulfosäure zuerst ab. Um Paraxylol chemisch rein herzustellen, benutzt ma»indess besser nach Jannasch die FiTTio'sche Synthese, indem man von p-Bromtoluoloder p-Dibrombenzol ausgeht (vgl. die Vorschrift auf S. 96—-97).

Ueber einen Constitutionsbeweis für die drei Xylole vgl. S. 70.

Aethyllbenzol C e H 5 -C 2 H 5 kann leicht synthetisch gewonnen werden; vgl. S. 9 S '

Von den drei Trimethylbenzolen C 6 H 3 (CH 3 ) 3 {Trwnethylbmxene) i stdas Mesitylen (1.3.5) — 1838 von Kane entdeckt — durch seine syn-thetische Bildung aus Aceton (vgl. S. 95) leicht zugänglich; über denNachweis seiner symmetrischen Constitution vgl. S. 70—71. — DasPseudo-cumol (1.2.4) kann aus Theerölen abgeschieden werden, indem manseine Sulfosäure bezw. das Amid derselben durch Krystallisation in reine» 1Zustand darstellt und daraus dann den Kohlenwasserstoff wieder ab'spaltet; da es von Jannasch aus Brom-p-Xylol vermittelst der FittiG'sehen Eeaction gewonnen wurde, müssen seine Methylgruppen die Stellung1.2.4 inne haben. — Für das von 0. Jacobsen aufgefundene Hemelli'thol bleibt demnach nur die Stellung 1.2.3 übrig.

Unter den Kohlenwasserstoffen C 10 H 14 sind zwei Methyl-isopropyl'benzole (Methyl-Methoäthyl-bmzem) — gewöhnlich Cymole genannt —"von besonderem Interesse. Während das Metacymol von Kelbe 1881unter den Produkten der trockenen Destillation des Colopboniums — inder „Harzessenz" — aufgefunden worden ist, war das Paracymol oderdas gewöhnliche Cymol schon etwa 40 Jahre früher von Dumas, PeU"got, Gerhakd, Cahoues u. A. häufig in Naturprodukten constatirt beztf.durch Umwandlung natürlicher Stoffe erhalten worden. Paracymol findetsich in vielen ätherischen Gelen, so im römischen Kümmelöl, im Tlrymianöl, im Eucalyptusöl; es steht ferner zu den Terpenen C ]0 H 16 — einerin der Natur sehr verbreiteten Gruppe von Kohlen Wasserstoffen — i°enger Beziehung und kann aus denselben durch Wasserstoffentziehunggewonnen werden; auch bildet es sich bei der Einwirkung von Phosphor-pentoxyd auf Campher, ferner durch Wasserabspaltung aus dem Geranial(Bd. I, S. 486). Die Kenntniss der Constitution dieses Kohlenwasserstoff 5ist daher für die Chemie der ätherischen Oele von grösster Bedeutung-Ais diparasubstituirtes Benzol wird er daran erkannt, dass er bei derGxydation mit Chromsäure Terephtalsäure, mit Salpetersäure p-Toluyl'säure C 0 H 4 (CH 3 )(CO 2 H) liefert; aus letzterem Befund folgt auch, dass dieeine Seitenkette Methyl ist, die andere demnach drei Kohlenstoffatoroeenthalten muss. Nachdem man in Folge älterer unrichtiger Beobachtungendie zweite Seitenkette während eines langen Zeitraums als normal con-stituirt angesehen hatte, ist endlich 1891 durch Widman das Cymoldefinitiv als p-Methyl-isopropyl-benzol erkannt; Widman stellte a« sp-Brom-Isopropylbenzol durch Einwirkung von Jodmethyl und Natriumdas 2>Methyl-isopropyl-benzol synthetisch dar und fand es vollkommenübereinstimmend mit dem natürlichen Cymol.