Isomerie.
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verschiedene rationelle Formeln ausgedrückt werden können". Zudieser Kategorie gehört die Isomerie zwischen den Äthern untersich und mit den Alkoholen, zwischen Estern und Säuren, zwischenden Aminen, den Aldehyden und Ketonen usw. Auch die Isomeriezwischen Methylsalicylsäure und Anissäure zählt Kekule hierher:
C 7 H 4 0
CH 3
H
0 2
C 8 H 7 0 2 1 rH ' u '
„obgleich", sagt er, „in diesem Falle die Isomerie weit wenigererklärt ist, wie in den vorhergehenden". In diesen wie in mehrerenanderen Fällen findet die Metamerie durch die verschiedenenRadikale, welche die Verbindungen enthalten, ihre Erklärung.
Während man sich in allen diesen Fällen eine gewisse Vor-stellung von der Ursache der Isomerie bilden kann, existiert, sagter, eine verhältnismäßig große Anzahl von Isomerien, „für welcheder jetzige Stand unserer Kenntnisse keine oder wenigstens keinenur einigermaßen genügende Erklärung zu geben imstande ist".
„Dies liegt in vielen Fällen daran, daß man die eine oderbeide isomeren Substanzen noch nicht hinlänglich studiert hat,um ihr chemisches Verhalten durch eine rationelle Formel aus-drücken zu können. In anderen Fällen dagegen beobachtet manverschiedene Eigenschaften bei Körpern, welchen man dem jetzigenStande unserer Kenntnisse nach gleiche rationelle Formeln bei-zulegen sich genötigt sieht. Diese letzteren Fälle bezeichnet manbisweilen als isomer im engeren Sinne." Zu diesen zählt erdie schon angeführten Isomeriebeispiele: Fumar- und Maleinsäure,Zucker- und Schleimsäure, Salicylsäure und Oxybenzoesäure,Äthylen- und Äthylidenchlorid, Acetal und Diäthylglykol u. a.
„Es ist einleuchtend", sagt Kekule, „daß alle Fälle von jetztjnoch unerklärter Isomerie sich später, bei genauerer Erforschung: der betreffenden Substanzen, entweder der Polymerie oder derMetamerie werden unterordnen lassen, d. h. daß die Ursache derVerschiedenheit entweder auf verschiedene Molekulargröße oderauf Verschiedenheit der relativen Stellung der Atome innerhalbder Moleküle beruhen muß."
Schließlich bemerkt er noch, daß es auch Verbindungen gibt,die bei wesentlicher Übereinstimmung in chemischen Eigenschaften,besonders in den physikalischen Eigenschaften, Verschieden-heiten zeigen, und zählt zu diesen die Weinsäuren, Äpfelsäuren,Camphersäuren usw.