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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Einzelne Verbindungen und Körpergruppen 1851—1860.

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Und die des Antimons (Löwig, Landolt) an. Natrium- undKaliumäthyl wurden von Wanklyn dargestellt (1858). Außerdem theoretischen Interesse, welches diese Verbindungen besaßen(s. Kap. X), zeigten sich besonders die Zinkverbindungen für syn-thetische Zwecke anwendbar.

Bezüglich der einwertigen Alkohole haben wir zunächst dieGewinnung des ersten ungesättigten Alkohols, des wichtigen Allyl-alkohols, CsHßO, zu berücksichtigen. Durch die Einwirkung vonJodphosphor auf Glycerin hatten Berthelot und deLuca(1854)ein „Jodpropylen", Cgtl-, J, erhalten, welches in Senföl, in dem dasRadikal Allyl nachgewiesen war (S. 170), übergeführt werdenkonnte und deswegen Allyljodid genannt wurde. Aus dem Jodidgelang es Cahours und Hof mann, durch Silberoxalat das Allyl-oxalat zu gewinnen und dieses mit Ammoniak zu zerlegen, wobeider entsprechende Alkohol erhalten wurde, „der den Mittelpunktder Allylkörper bildet, wie der Weinalkohol der der zahllosenÄthylverbindungen ist". Sie stellten verschiedene Derivate des-selben dar, welche den gewöhnlichen Alkoholderivaten vollkommenanalog sind, und erkannten die Akrylsäure als die diesem Alkoholentsprechende Säure. Die Stammsubstanz der Allylverbindungen,der Kohlenwasserstoff, Propylen, C 3 H 6 , das nächste Homologe desÄthylens, erhielten Berthelot und de Luca durch Einwirkungv °n naszierendem Wasserstoff auf Allyljodid. Derselbe erwies8 ich mit einem aus Amylalkohol (Reynolds) und aus Valerian-s äure (Hofmann) durch Einwirkung von Glühhitze erhaltenenKohlenwasserstoff identisch. Ein neuer mit dem Weingeist homo-lo ger Alkohol, Butylalkohol, C 4 H 10 0 (Isobutylalkohol), wurde vonWurtz aus dem Fuselöl isoliert (1853).

Aus Aldehyd erhielten Wurtz und Geuther durch Ein-wirkung von Phosphorpentachlorid eine Verbindung C 2 H 4 Cl 2 ,w elche mit dem Äthylenchlorid (öl der holländischen Chemiker)^omer ist und Äthylidenchlorid genannt wurde. Beilstein zeigte(1860), daß dieses Chlorid mit dem von Regnault aus Äthyl-chlorid und Chlor gewonnenen „Ether hydrochlorique monochloree"Wentisch war. Die Isomerie zwischen Äthylenchlorid und Äthy-'idenchlorid, welche beide dasselbe Chloräthylen, C 2 H 3 C1, liefern,Wa r anfangs unverständlich und wurde viel diskutiert. Analog!a gen, wie Friedel fand (1860), die Verhältnisse bei Propylen-c nlorür und „Methylchloracetol", das aus Aceton mit Phosphor-Chlorid entsteht. Aus dem Aldehyd stellten Wurtz undi'apolli unter Vermittelung des Chlorids das schon von Liebig

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