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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Mehrfache Typen.

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Die Kohlensäure (Kaliumcarbonat) wäre also aus dem dop-pelten Wassertypus herzuleiten, und Williamson sprach sichhierüber folgendermaßen aus: „Das Atom CO ist mit zwei Wasser-stoff atomen äquivalent; indem es sie ersetzt, hält es zwei Atomedes Kalihydrats, in welchen der Wasserstoff enthalten war, zu-sammen, wodurch notwendig eine zweibasische Verbindung, daskohlensaure Kali entsteht."

Dieselbe Äquivalenz besitzt, nach Williamson, auch dasdoppelte Kohlenoxyd oder das Radikal der Oxalsäure. Diese

und ihr Äther werden durch die Formeln ,n n ?O s und \A äH0 2

I^j 2 U 2 J (^2U 2 )

ausgedrückt.

Gerhardt hat die Idee der kondensierten Typen gleich an-genommen, als er, nach der Entdeckung der wasserfreien Säuren,die typische Betrachtungsweise als eine allgemeine Theorie gel-tend machte. Er schrieb unmittelbar nach dieser Entdeckung:„Die zweibasischen Säuren sind zwei Moleküle Wasser, H 4 0 2 , indenen die Hälfte des W T asserstoffs durch eine komplexe Gruppeersetzt ist. Die dreibasischen Säuren sind drei Moleküle Wasser,H ti 0 3 , in denen die Hälfte des Wasserstoffs ersetzt ist. CO er-setzt H 2 , PO ersetzt H 3 . Cela peut mener loin" a ).

Diese Ansichten wurden dann von Odling weiter entwickeltund namentlich auf die anorganischen Säuren angewendet und,was noch wichtiger war, auch auf die Metallbasen ausgedehnt,wodurch die verschiedene JBasizität der Metalle zum Vorscheinkam. Es mag erwähnt werden, daß Odling die Basizität derRadikale durch Striche neben den Symbolen derselben ausdrückte.

C 2 H 3 0') nH | U

Essigsäure

c,h 4 o;'| 0

H 2 j Ü2

Weinsäure

c 6 H 5 on 0h 3 ] u *

Citronensäure

Von besonderem Interesse war eine Beobachtung von Kay,einem Schüler Williamsons. Er erhielt bei Einwirkung vonÄthyloxydnatron (Natriumäthylat) auf Chloroform einen Äther,welcher als dreibasischer Ameisenäther bezeichnet wurde, unddessen Bildung er nach folgender Formel ausdrückte:

Cl,j + J Na

° = (C,H 8 )I| 0 - + 3NaOL

!) Brief an Chancel (1852). Ch. Gerhardt, Sa vie etc., S. 403.