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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Entdeckung der Homologie.

R 16 H = CetylR u H = Cerosyl."

wasserstoffradikalen verschiedener Größe waren. Jedoch erst imJahre 1842 zeigte Schiel 1 ), daß diese Radikale eine ganz ein-fache regelmäßige Reihe bilden, und daß die entsprechenden Alko-hole in ihren Eigenschaften eine entsprechende Regelmäßigkeitzeigen. „Wenn man", sagt er, „die KohlenwasserstoffverbindungC 2 H 2 (CH 2 ), wo H ein Äquivalent Wasserstoff bedeutet, mit R be-zeichnet, so ist

Kj H = Methyl K 5 H : = Amyl

K 2 H = Äthyl

E 3 H = Glyceryl

K 4 II = ?

Er zeigte weiter, daß die Siedepunkte der Oxydhydrate derRadikale (bis zum Amyl) mit jedem R um 18° zunehmen, undsprach den Gedanken aus, daß sich in der organischen Chemienoch andere ähnliche Reihen aufstellen lassen. Die Beobachtung,daß die Äthylverbindungen 18° höher sieden als die Methylverbin-dungen hatte Kopp schon im Jahre vorher gemacht.

Kurz nachher hat Dumas 2 ) nachgewiesen, daß die fetten.Säuren sich in eine ähnliche Reihe ordnen lassen, in der jedesGlied sich von der folgenden durch C 2 H 2 (CH 2 ) unterscheidet.Die von ihm aufgestellte Reihe fängt mit der kohlenstoffreichstenSäure (Margarinsäure, C M H 6S 0 4 ) an und schließt mit der Ameisen-säure (C 2 H 4 0 4 ). Sie umfaßt also 17 Säuren, von denen 9 damalsbekannt waren, und sie verknüpft, wie er sagt, „durch ganz unvor-hergesehene Fäden die Margarinsäure mit der ihr scheinbar amentferntesten stehenden Säure, der Ameisensäure". Er findetauch wahrscheinlich, daß die „Stufenleiter" bei der Margarinsäurenoch nicht ihr Ende erreicht hat und bemerkt, daß die Schmelz-barkeit in dem Grade zunimmt, als man sich der Ameisensäurenähert. „Es ist", sagt er, „von großem Interesse, nicht alleindiese Reihe zu vervollständigen und die physikalischen Eigen-schaften der Körper, welche sie einschließt, zu vergleichen, son-dern auch zwischen den Alkoholen, den Äthern, und den diesenverschiedenen Säuren entsprechenden Kohlenwasserstoffen Ver-gleichungen anzustellen."

^Gerhardt bat dann diese Beziehungen als für alle organischenVerbindungen gültig ausgesprochen. Er nannte die gleichartigenVerbindungen, welche sich durch C 2 H 2 (CH 2 ) oder nC 2 H 2 (nCH 2 )unterscheiden, homolog, während die unähnlichen Körper, die

!) Ann. Chem. Pharm. 43, 107.ä ) Compt. rend. 15, 935.