Anerkennung der Arbeiten Gerhardts und Laurents.
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experience, et au lieu d'une argumentation scientifique, un chi-miste etranger vient de nous opposes les recriminations les plusviolentes." Bei der jüngeren Generation begann aber das Inter-esse und das Verständnis für ihre Ideen zu erwachen. So schriebMalaguti 1 ) infolge der Kontroversen mit Berzelius an Ger-hardt: „Laissez crier et allez bon chemin. Je suis convaincuque ceux qui bläment vos oppositions sur Berzelius, partagentvotre maniere de voir, mais ils n'osent pas l'avouer. On ne saitplus se relever quand on a ete courbe pendant trente ans."
Die Anerkennung kam nur allmählich. „Die Geringschätzungder Ansichten anderer rächte sich in der verzögerten Annahmedes eigenen", sagt Hofmann von den Lehren Gerhardts. Laurent(f 1852) erlebte dies nicht. Gerhardt hat aber in seinem Lebendie Genugtuung gehabt, die meisten seiner Ideen in der Gene-ration der jüngeren Chemiker Boden gewinnen zu sehen, zunächstals Folge von Williamsons Untersuchungen über den Ätherund seiner eigenen Entdeckung der wasserfreien Säuren (sieheKapitel IX). Ein so unparteiischer Forscher wie Will äußerte ineiner den chemischen Streitfragen gewidmeten Abhandlung (1854):„Die Zeit ist vorüber, wo die Verbindungsverhältnisse der unorga-nischen Chemie denen der organischen Chemie als Modell dienen.Die Reform der Chemie in dieser Richtung ist von Gerhardtangebahnt und es unterliegt keinem Zweifel, sie wird sich Gel-tung schaffen." Einige Stunden vor seinem Tode (1856) schriebGerhardt im Gefühl des künftigen Sieges: „Dans cinquante ans,on trouvera bien que j'ai fait quelque chose." Diese Erkenntniswar schon vorhanden.
Wir begegnen Gerhardts Namen noch in der Anfangsperiodeder Typentheorie.
Von großer Bedeutung nicht nur für die Systematisierungder organischen Verbindungen, sondern auch für die Auffassungihrer inneren Zusammensetzung wurde die Entdeckung der Homo-logie. Daß diese Verbindungen sich in gewisse Reihen ordnenließen, hatte schon Laurent im Zusammenhang mit der von ihmaufgestellten Kerntheorie nachgewiesen und in gewissen Körper-gruppen, z. B. den Alkoholen, Methyl-, Äthyl-, Amyl- und Cetyl-alkohol, hatte man eine Serie Verbindungen gleichartigen Ver-haltens, welche nach der Radikaltheorie Oxydhydrate von Koblen-
x ) Die Zitate aus den Briefen von und zu Gerhardt sind dem fol-genden "Werke entnommen: „Charles Gerhardt, Sa vie, son oeuvre, sacorrespondance par E. Grimaux et Ch. Gerhardt. Paris 1900.