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Geschichte der organischen Chemie von der ältesten Zeit bis zur Gegenwart
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Ätherin oder Äthyl.

adoptiert wurde. Nur Berzelius nahm, wie schon erwähnt, einenetwas abweichenden Standpunkt ein.

Besonders waren es zwei im Jahre 1832 ausgeführte Unter-suchungen, die in dieser Hinsicht für ihn bestimmend wurden,die eine die Arbeit Pelouzes über „Die Weinphosphorsäure"(Äthylphosphorsäure), die andere die Untersuchungen Magnus'über „Die Einwirkung wasserfreier Schwefelsäure auf Alkohol undÄther", welche unter anderem zur Entdeckung der Isäthionsäureführten. Ihr Bariumsalz zeigte sich, nach der Ätherintheorieformuliert, auf folgende Weise zusammengesetzt: C 4 H 8 + 2S0 3-(-BaO + HjO, während das Salz der Weinschwefelsäure (Äthyl-schwefelsäure) nach der Analyse Liebigs und Wöhlers durchdie Formel C 4 H 8 -(- 2 S0 3 -f- BaO -f- 2H 2 0 ausgedrückt werdenmußte. Die beiden Säuren würden folglich dieselben Grund-substanzen enthalten (C 4 H 8 -|- 2 S 0 3 ), und ihre Nichtidentität würdealso nur von verschiedenem Wassergehalt abhängen, was betreffsder großen Verschiedenheit der Säuren unter sich nicht wahr-scheinlich schien, und außerdem konnte die Isäthionsäure durchAufnahme von Wasser nicht in Weinschwefelsäure überführtwerden. Berzelius 1 ) schrieb hierüber: „Das Dasein derselbenscheint mir eine Art Einwendung gegen die Anwendung vonÄtherin als selbständigem Körper in Verbindung mit verschiedenenQuantitäten Wasser in Alkohol und Äther zu enthalten; sie deuteneher darauf hin, daß sie als unorganische Oxyde in verschiedenenVerbindungen mit Kohlen- und Wasserstoff angesehen werdenmüssen, welche durch den Einfluß anderer Körper leicht ihreBestandteile umsetzen. Will man so, wie in diesen Säuren, sichdes Ätherins in Verbindung mit Schwefelsäure und verschiedenenQuantitäten Wasser bedienen, so kann man nicht einsehen, warumdiese verschiedenen Quantitäten Wasser hier einen wesentlicherenUnterschied zwischen den Säuren und Salzen machen sollen alsein Atom Wasser mehr oder weniger in anderen Säuren undSalzen. Es wird folglich notwendig sein, anzunehmen, daß derSauerstoff und Wasserstoff, wovon die eine Säure mehr als dieandere enthält, mit der Säure in anderer Weise verbunden istdenn als ein additionelles Atom Wasser."

Berzelius,entwickelt seine Ansichten näher sowohl in einemim Zusammenhang mit der Abhandlung Magnus' in den Annalen

!) Briefe von Berzelius an G. Magnus, herausgeg. von Edv. Hjelt1899, S. 79.