Radikal der Benzoesäure.
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die nähere Zusammensetzung einer A r erbindung abzuleiten sucht,mißbilligen sowohl Berzelius als Liebig entschieden.
Zwei Jahre später fanden Dumas und Peligot 1 ) im Zimtöl(Zimtaldehyd) eine Verbindung, die sieb dem Bittermandelölwesentlich analog zeigte. Sie verwandelte sich in Zimtsäure unterdenselben Bedingungen, wie das Bittermandelöl in Benzoesäure,weshalb in derselben ein mit Benzoyl analoges Radikal, Cinnamyl,Ci 8 H u 0 2 (= 2 C 9 H 7 0) vorhanden zu sein schien. Der Zimtaldehydwar nach dieser Auffassung, welcher sich Dumas nicht entschiedenanschloß, C 18 H 14 0 2 + H 2 (Cinnamylwasserstoff) und die Zimtsäure,^i8H 14 0 2 -\- 0 -f- H 2 0. Da aber das Cinnamylradikal sich leichtveränderlich zeigte (die Zimtsäure verwandelt sich bei Oxydationln Benzoesäure), spielte es keine größere Rolle in der Geschichteder Radikaltheorie.
Bezüglich der rationalen Zusammensetzung des Bittermandel-öls, der Benzoesäure und der Benzoylverbindungen herrschte folg-lich im großen ganzen Übereinstimmung in dem chemischenLager; die erwähnte Divergenz bezog sich hauptsächlich auf diesekundäre Frage, ob der Sauerstoff im Benzoyl dem Radikaleintegrierend gehöre oder nicht. Dieser Umstand war zwar ausdem Gesichtspunkte der herrschenden dualistischen Auffassungv °n keiner geringen Bedeutung, er wurde aber vorläufig nicht inden Vordergrund geschoben.
Die Frage nach der Feststellung der rationalen Zusammen-setzung organischer Verbindungen im Lichte der Radikaltheoriewurde inzwischen durch die Untersuchungen über die Benzoyl-Ver bindungen weit aktueller als bis dahin. Die Aufgabe hatteeil ie realere Bedeutung erhalten, nachdem die Radikale als wirk-liche Elemente der organischen Verbindungen betrachtet werdenkonnten. Die Gruppe von Verbindungen, welche den Alkohol,Äther und mit ihnen genetisch zusammenhängende Stoffe umfaßt,zo g wieder die Aufmerksamkeit der leitenden Chemiker auf sich.
Im vorhergebenden wurde schon die von Dumas und-Doullay entwickelte Idee erwähnt, die sogenannte Ätherintheorie,nach welcher das ölbildende Gas C 4 H 8 oder C 2 H 4 (Äthylen) eingemeinsamer Bestandteil dieser Verbindungen sein sollte. Dieeinfache Übersichtlichkeit, welche die Theorie den hierher ge-benden Verbindungen bot, veranlaßte, daß dieselbe allgemein
d' n T) ers ^ enma l ist, daß Du meine Ansicht nicht billigst, wodurch sie, wiele Resultate der Arbeit, für mich allen Wert verlieren" (a. a. 0., S. 110).] ) Ann. Chem. Pharm. 14, 50.