Organische Synthese.
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den organischen und unorganischen Stoffen fest, und die außer-halb des Organismus durchgeführte Synthese von organischen Ver-bindungen bezeichnet er immer noch als eine „unvollkommene Nach-ahmung der organischen Produkte". Hinsichtlich des Chemismusim Organismus richtet er aber die Aufmerksamkeit auf „eine beider Bildung organischer Verbindungen wirksame, bis jetzt wenigbemerkte Kraft", welche er als die katalytische Kraft bezeichnet.Nicht nur Döbereiners, sondern auch Mitscherlichs Unter-suchungen (Ätherbildung) hatten sein Interesse für die katalytischenErscheinungen geweckt. „Es ist", sagt er, „dies eine ebensowohl derunorganischen als der organischen Natur angehörige neue Kraftzur Hervorrufung chemischer Tätigkeit, die gewiß mehr, als manbis jetzt dachte, verbreitet sein dürfte, und deren Natur für unsnoch verborgen ist. — Wenden wir uns nun mit dieser Idee zuden chemischen Prozessen in der lebenden Natur, so geht uns hierein neues Licht auf. Wir bekommen dadurch gegründeten Anlaßzu vermuten, daß in den lebenden Pflanzen und Tieren Tausendevon katalytischen Prozessen zwischen den Geweben und den Flüssig-keiten vor sich gehen und die Menge ungleichartiger chemischerZusammensetzungen hervorbringen, von deren Bildung aus demgemeinschaftlichen rohen Material, dem Pflanzensaft oder demBlut, wir nie eine annehmbare Ursache einsehen konnten, unddie wir künftig vielleicht in der katalytischen Kraft des organi-schen Gewebes entdecken werden. Allein auch nachdem das Lebenerloschen ist, möchte diese Kraft noch fortfahren, wirksam zusein", worauf das spontane Zerfallen der organischen Stoffe durchVerwesung und Gärung beruht. Liebig betonte später, daß mananstatt von der katalytischen Kraft ebensogut von der „un-bekannten Ursache nicht weiter untersuchter Erscheinungensprechen könne".
Dumas ging in diesen Prägen weiter als Berzelius. Erwollte keinen prinzipiellen Unterschied zwischen den anorgani-schen und organischen Stoffen zugeben. „Meiner Meinung nach",sagt er, „gibt es keine eigentlich organischen Stoffe. Ich erblickenur in den organisierten Wesen sehr langsam wirkende Apparate,welche auf Stoffe in dem Momente ihres Entstehens einwirkenUr >d auf solche Weise aus wenigen Elementen sehr verschiedeneunorganische Verbindungen erzeugen. Die lebenden Wesenrealisieren, hinsichtlich der Verbindungen des Kohlenstoffs mitden Elementen der Luft und des Wassers, dasjenige, was diegroßen Erdrevolutionen in bezug auf die Verbindungen der Kiesel-