Lebenskraft.
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Und diese Überreste oder Produkte der lebenden Körpertragen nocb das Gepräge ihrer Abstammung. Solange sie unterdem Einflüsse des Lebens stehen oder in denjenigen Verbin-dungen gehalten werden, in welche sie durch den organischenProzeß gebracht wurden, zeigen sie eine merkwürdige Verände-rung in der chemischen Natur selbst und den Eigenschaften ihrerElemente. In der anorganischen Natur treten die elektrochemi-schen Eigenschaften der Elemente in ihren Verbindungen immerin bestimmter Weise deutlich hervor. Ganz anders bei denorganischen Verbindungen. Hier sind, wie Berzelius sagt, „ausgleichen Elementen zusammengesetzte Körper so ungleich inchemischen Eigenschaften, daß sie, von einem gleichen Gesichts-punkte aus betrachtet, unmöglich als aus denselben Elementengebildet angesehen werden könnten". So z. B. besteht Zucker,Gummi usw. aus Sauerstoff, verbunden mit Kohlenstoff und Wasser-stoff. Keiner von diesen Körpern hat die Eigenschaften vonSäure oder Base, oder sie haben sie wenigstens in einem so ge-ringen Grade, daß diese Eigenschaften nicht ohne besondere Um-stände hervorgerufen werden können. Essigsäure, Bernsteinsäure,Citronensäure, Ameisensäure u. a. bestehen ebenfalls aus Sauer-stoff, verbunden mit Kohlenstoff und Wasserstoff, aber diese sindstarke Säuren, die in der unorganischen Natur von ausgezeichnetelektronegativen Radikalen gebildet sein würden, und dessen-ungeachtet enthält die Essigsäure und die Bernstein säure wenigerSauerstoff als das Gummi und der Zucker, während Citronensäurennd Ameisensäure einige Prozent mehr als diese enthalten. DieGxalsäure z. B. besteht nur aus Kohlenstoff und Sauerstoff, undder Kohlenstoff ist nur mit 2 / 3 soviel Sauerstoff wie in der ganzschwachen Kohlensäure verbunden. Oxalsäure ist 2 0 + 30,Kohlensäure C -f 2 0. Ganz gegen das gewöhnliche Verhältnis*st also hier die höhere Oxydationsstufe eine sehr schwache unddie niedrigere eine ganz starke Säure. „Offenbar hat also dieOxalsäure, welche eine der stärksten Säuren ist, ein weit mehr«lektronegatives Radikal, als die Kohlensäure. Aber diese Säure] st entweder unmittelbar in einem lebenden Körper hervorgebracht,0c *er ist ein Produkt von der bis zu einem gewissen Grade gehendenerstörung organischer Stoffe geworden, und dadurch hat ihr^dikal ganz andere elektrochemische Eigenschaften erhalten, alsbehalten kann, nachdem es aus diesem Zustande wieder zur Art von Verbindungen gekommen ist, welche die unorganische-Natur ausmachen."
Hjelt, Gesch. d. organ. Chemie. a