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Lehrbuch der Zoologie
Entstehung
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Würmer.

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Nerven-system.

Räume müßten dann zunächst ohne besondere Wandungen gewesen und erstsecundär vom Mesoderm aus mit solchen versehen worden sein. Zurzeit hat.letztere Auffassung mehr Wahrscheinlichkeit für sich, da die meisten Angabendie Existenz einer Endothelauskleidung der Blutgefäße bei Würmern (undanderen Wirbellosen) bestreiten. Auch findet sich bei vielen Würmernals Teil des Blutapparats ein perigastrischer Sinus, der durch Ausein-anderweichen der Darmschichten entstehen soll. Für die Excretionsorganemüßte erst die Vorfrage nach dem genetischen Verhältnis von Nephridienund Protonephridien vollkommen entschieden sein (vergl. S. 98 u. 275).

Im Grundplan des Nervensystems stimmen Scoleciden undCölhelminthen überein: ein Ganglienpaar liegt dorsal vom Schlund(obere Schlund- oder Hirnganglien) und entsendet nach rückwärts2 kräftige Stränge, die zum Centralnervensystem gerechnet werden müssen,da sie einen Beleg von Ganglienzellen haben. Diese Hauptstränge, zudenen sich bei Trematoden, Cestoden und manchen Turbellarien nochweitere Längsstränge hinzugesellen, verlaufen bei allen Plattwürmernventro-lateral; bei den gegliederten Würmern dagegen sind sie ganzventral zur Bildung des Bauchmarks verlagert; hier kommen sie inder Mittellinie zur Vereinigung und nehmen die Form des Strickleiter-nervensystems an (Fig. 74),welches mit den ihre dorsale Lagebeibehaltenden Hirnganglien durchdie Schlundcommissuren verbun-den ist. Vielfach liegt das Nerven-system noch im Ectoderm, d. h.

Fig. 207. Trochophora - Larve(Lovensche Larve) von Polygorditis(aus Hatschek). Wkr präoraler, wkrpostoraler Wimperkranz, wz adoraleWimperzone, Ws Wimperschopf derScheitelplatte SP, O Mund, Oe Ösopha-gus, J Magen, /' Darm, ED Bnddarm,A After, Neph Kopfniere, Mstr Meso-dermstreifen, v.LM, d.LM, oe.LM, Mus-keln, v.LA', n Nerven.

im Epithel der Haut; bei manchen Würmern ist es aus der Haut aus-geschieden und auf der Grenze von Ectoderm und Entoderm nach außenvon dem Muskelschlauch angelangt. Am häufigsten findet man jedoch dieCentralorgane entweder inmitten der Muskulatur oder sogar einwärts vonihr in der Leibeshöhle. Man kann somit bei den Würmern die Verlage-rung des Nervensystems aus seiner Bildungsstätte, der Haut, in die Tiefevergleichend-anatomisch Schritt für Schritt verfolgen. Die Sinnesorganesind sehr variabel, am verbreitetsten sind Augen und Tastorgane, seltenerHörbläschen, Geruchsorgane etc.

Unter den Fortpflanzungsweisen überwiegt die geschlechtliche,Entwicklungdoch kommt auch noch Pädogenese und ungeschlechtliche Fortpflanzung Trochophoradurch Teilung und Knospung vor. Damit sind die Bedingungen zuGenerationswechsel und Heterogonie gegeben, welche beide tatsächlichauch in einigen Klassen beobachtet werden. Die Eier schlagen ebensohäufig den Weg der direkten Entwicklung wie den Weg der Metamor-phose ein. Bei letzterer treten sehr charakteristische Larven auf, welchehier gleich ihre Besprechung finden mögen, da sie bei verschiedenenKlassen der Würmer in ähnlicher Weise vorkommen. Man führt die