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II. Hydrozoen: Hydrarien.
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2. Tubularien. Meist koloniebildende Polypen mit Periderm, aber ohne
Hydrotheka, Fortpflanzung durch Gonophoren [Medusen oderSporosacs] (Fig. 167 und 94).
3. Campanidarien. Koloniebildende Polypen mit Periderm und mit
Hydrotheka; Fortpflanzung durch Gonophoren, welche in be-sonderen Peridermkapseln, den Gonotheken, eingeschlossen sind(Fig. 168 und 166).
4. Hydrocorallinen. Koloniebildende Polypen mit massigem, verkalktem,
an Corallen erinnerndem Periderm (Fig. 169); Fortpflanzungdurch Sporosacs oder rudimentäre kurzlebige Medusen.Geht man von den Medusen aus, so erhält man ebenfalls vierGruppen:
1. Anthomcduscn. Geschlechtsorgane in den Wandungen des Magens;
keine Statocysten, meist Augenflecke; Hydroidengeneration vor-handen.
2. Lipiomedusen. Geschlechtsorgane an den Radialkanälen; meist
velare Statocysten; Hydroidengeneration vorhanden.
3. Trachymedusen. Geschlechtsorgane an den Eadialkanälen; tenta-
kulare Statocysten; Entwicklung direkt ohne Hydroidengeneration.
4. Siphonophorcn: polymorphe, freischwimmende Stöcke von Antho-
mcduscn; Entwicklung ohne Hydroidengeneration.Da aus obigen beiden Tabellen ersichtlich ist, daß es Medusenohne Hydroiden und Hydroiden ohne Medusen gibt, so kann ein einheit-liches und erschöpfendes System nur durch gleichmäßige Berücksichtigungbeider Formen gewonnen werden. Hierbei ergibt sich, daß die Antho-mcduscn mit den Tubularien, die Leptomedusen mit den Campanu-laricn zusammenfallen, da die jedesmaligen Medusen und Polypen imGenerationswechsel stehen. Dazu kommen zwei Gruppen ohne Hydroiden,Trachymedusen und Siphonop hören, und zwei Gruppen, bei denen diePolypen die Hauptrolle spielen, die Hydrocorallinen mit rudimentärenMedusen und die Hydrarien, bei denen die Medusengeneration ganzfehlt. — Die einzelnen Hydroidpolypen pflegen wenige Millimeter oderBruchteile von Millimetern groß zu sein; eine Ausnahme bildet der ingroßer Tiefe lebende, bis zu 2 m große Monocaulus Imperator, undeinige verwandte Formen, bei denen die enorme Steigerung der Gewebs-masse zur Einrichtung besonderer Radialkanäle geführt hat. Die Hydro-idenkolonien messen nach Centimetern; selten werden sie 1 m hoch.Die Größe der Medusen variiert zwischen wenigen Millimetern und einigenCentimetern. Bei einer der größten Formen, Aequorea forskalea, beträgtder Schirmdurchmesser bis zu 40 cm.
I. Ordnung. Hydrarien.
Typische Hydrarien sind die Süßwasserpolypen, die verschiedenen,meist kosmopolitischen Arten der Gattung Hydra. Den größten Teildes Jahres über pflanzen sich die Tiere ungeschlechtlich durch Knöspungfort (Fig. 93), nur zeitweilig erhalten sie Geschlechtsorgane (Fig. 164).Die Eier bleiben während der Furchung und der Keimblattbildung mitdem Muttertier in Verbindung, bilden dann eine feste Embryonalschaleund fallen ab, um, so vor Unbilden geschützt, während Trockenheit oderFrost die Existenz der Art zu sichern; in diesem „Cystenzustand" könnensie auch durch Wind oder Wasservögel verschleppt werden. Hydragrisea L., größere bräunliche Form; H. viridis L., durch Symbiose mit
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