Allgemeine Zoologie.
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3. Monaxonie oder Radialsymmetrie wird herbeigeführt, wennin einer bestimmten Richtung das Wachstum und demgemäß auch dieBildung der Organe in anderer Weise sich vollzieht, als in den senkrechtdazu gestellten Richtungen. Wir nennen die Linie, welche diese Rich-tung bezeichnet, Hauptachse im Gegensatz zu den noch untereinandergleichen Nebenachsen oder Radien. Die Hauptachse kann als solche be-stimmbar sein, weil ^ie länger oder kürzer ist als die Nebenachsen; siekann aber auch gleich lang wie diese und dennoch genau bestimmt sein,indem in ihr gewisse Organe (z. B. die Mundöffnung) liegen, welche inden anderen Richtungen fehlen. Bei radial-symmetrischen Tieren sinddie meisten Organe in größerer Anzahl vorhanden und gleichmäßig umdie Hauptachse in der Richtung der Radien verteilt. Durch ein solchesTier kann man eine größere Anzahl Schnitte führen, welche durch dieLängsachse gehen und den Körper symmetrisch halbieren. Gewisse Tier-stämme, wie die meisten Echinodermen und Cölenleraten, sind mehroder minder vollkommen radial-symmetrisch.
4. und 5. Die nächstenzwei Grundformen haben dasGemeinsame, daß drei un-gleichwertige, aufeinander
senkrecht stehende Achsenunterscheidbar sind, die manals Hauptachse, Quer- oderTransversalachse und Pfeil-oder Sagittalachse bezeichnet.Dies ist der Fall, wenn, ab-gesehen von der Hauptachse,auch in der Sagittalrichtungeine andere Organverteilungherrscht als in der Transver-salrichtung, wenn in der er-steren Organe liegen, die inder letzteren fehlen, und um-gekehrt. Dann sind zunächst,solange es sich nur um Un-gleichwertigkeit der Achsen
handelt, zwei Symmetrieebenen möglich; man kann das Tier symmetrischteilen, 1. wenn man den Schnitt durch Haupt- und Transversalachse,2. wenn man ihn durch Haupt- und Sagittalachse legt. Derartige zwei-strahlig symmetrische Tiere sind die Ctcnophoren, Actinien (Fig. 91)und Corallen.
Nehmen wir nun weiter an, daß die Enden der Sagittalachse un-gleichwertig werden, daß nach dem einen Ende zu ganz andere Organeals nach dem entgegengesetzten liegen, dann erhalten wir die weitestverbreitete Grundform, die bilaterale Symmetrie. Die ungleichwertigenEnden der Sagittalachse nennt man „dorsal" und „ventral", womit dannferner die Bezeichnungen „rechts" und „links" für die Enden der Trans-versalachse gegeben sind. Ein bilateral symmetrisches Tier kann mannur in eine linke und rechte Hälfte symmetrisch teilen durch einen inder Richtung von Längs- und Sagittalachse geführten Schnitt, den Median-oder Sagittalschnitt; ein Frontalschnitt (Schnitt durch Längs- und Quer-achse) ergibt stets ungleichwertige Teile, Rücken- und Bauchseite (Fig. 92).
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Fig. 88. Haliomma erinaceus. a äußere, iinnere Gitterkugel, ck Centralkapsel, wk extra-kapsulärer Weichkörper, » Binnenbläschen (Kern).
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