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Allgemeine Zoolc
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4. Die röhrige Form des Nervensystems findet sich nur bei denBiiekenmarkWirbeltieren (Fig. 75) und den den Wirbeltieren sehr nahe stehenden ,md im 'Larven der Tunicaten. Hirn und Rückenmark der Wirbeltiere kannman als die in verschiedene]- Weise entwickelten Abschnitte einer Röhremit stark verdickten Wandungen auffassen. Im Centrum liegt der äußerstenge Spinalkanal, welcher sich nach vorn in die einzelnen Hirnventrikelerweitert. Auf einem Querschnitt sieht man um den Spinalkanal herumdie Nervenelemente genau im entgegengesetzten Sinne gruppiert wie beiden Ganglienknötchen. Zu äußerst liegt eine Schicht Nervenfasern (dieweiße Substanz der menschlichen Anatomie): nach innen davon folgt einaus Ganglienzellen und Nervenfasern gebildeter Kern (die graue Sub-stanz), welcher durch ein besonderes Epithel (Ependym) gegen den Cen-tralkanal abgegrenzt wird. Umgewandelte Stützzellen liefern den ner-vösen Teilen das unter dem Namen Glia (Neuroglia) bekannte Gerüst.
Fi«. 74.
Fig.
W : na r
Fig. 74. Strickleiternervensystemscaber (Assel).
von PorcellioA Hirn, B Bauchmark, durch dieSchhmdcommissuren mit dem Hirn verbunden, * einfrüher als Sympathicus gedeuteter Strang (nach Leydig).
Fig. 75. Querschnitt durch das Rückenmark desMenschen (aus Wiedersheim), schwarz die graue, weißdie weiße Substanz; Cc Centralkanal, umgehen von dervorderen und hinteren Commissur (CC), Sa, Sp Sulcusanterior und posterior, letzterer übergehend in die Fissuraposterior, VH, HW vordere und hintere Nervenwurzel,VH, HH Vorder- und Hinterhorn der grauen Substanz,V, S, H Vorder-, Seiten- und Hinterstränge der weißenSubstanz (JV),
Fast für alle Tierabteilungen hat sich nachweisen lassen, daß dasCentralnervensystem aus dem Ectoderm entsteht. Bei vielenTieren liegen daher die Nervenstränge und Ganglienknoten dauernd inder Haut, bei anderen nur während der Entwicklung, um später durchAbspaltung oder Einfaltung losgelöst und in tiefere Körperschichten ver-lagert zu werden (Fig. 9, S. 30). Bei Wirbeltieren und anderen höherenTiergruppen kennt man außer dem Körpernervensystem ein besonderesNervensystem für die der Beeinflussung durch den Willen entzogenenvegetativen Organe, den Sympathicus.
III. Sinnesorgane. Was wir vom Wesen der Außenwelt wissen,gründet sich auf die Erfahrungen, welche wir durch unsere Sinnesorgane