Allgemeine Zoologie.
Nervenmasse hervor treten die peripheren Nerven, desgleichen die Com-missuren, wie man die zu anderen ähnlichen Ganglienknötchen ver-laufenden Verbindungsstränge nennt.
Da nun die meisten Tiere symmetrisch gebaut sind, findet man dieGanglien paarig gruppiert. Ein linkes und ein rechtes Ganglion ent-sprechen einander und sind durch einen Strang von Nervenfasern, dieQuercommissur, einheitlich verbunden. Am konstantesten sind zweiGanglien, welche dorsal über dem Anfangsdarm liegen und daher dieoberen Schlundganglien oder auch Hirnganglien heißen. Wenn nochweitere Ganglien vorkommen, so liegen dieselben ventral und unter demDarm (Bauchmark).
Strickleiter •nerven-system.
Fig. 73. Drittes abdominales Bauchganglion des Flußkrebses (nach Retzius).C Connective oder Längscommissuren, G Ganglienzellenschicht, g l Ganglienzellen,deren Neuriten in die Längscommissuren treten, g- Ganglienzellen, deren Xeuritenin die peripheren Nerven eintreten, L Leydigsche Pnnktsubstanz, N periphere Nerven.
Eine weit verbreitete Einrichtung ist die als Strickleiternerven-system (Fig. 74) bezeichnete Form {Anneliden und Arthropoden). Zahl-reiche Ganglienpaare (im vorliegenden Beispiel neun) liegen auf der Bauch-seite des Tieres hintereinander und sind durch Längscommissuren (Con-nective) verbunden, und zwar entsprechen den linken und rechten Ganglienauch linke und rechte Commissuren. Das erste Paar der Reihe wird vonden unteren Schlundganglien gebildet, welche nach vorn zwei links undrechts den Darm umgreifende Commissuren zu den oberen Schlundganglienentsenden. Obere und untere Schlundganglien nebst den Schlundcommis-suren bilden den Schlundring, einen Nervenring, welcher den Anfangs-teil des Darms umfaßt.