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Allgemeine Zoologie.
tischen Körpern zusammendrängen oder sich in spindelige oder stern-förmige, verästelte Ausläufer verlängern.Beschaffen- So bleibt für die Charakteristik der Zellen nur die Beschaffenheit
h proto- s ihrer Substanz übrig: die Zelle ist ein Klümpchen Protoplasmapiasma. m j^ e i nem oder mehreren Kernen (Nuclei). Von einer chemischenCharakteristik des Protoplasma müssen wir Abstand nehmen. Wirwissen nicht einmal, ob das Protoplasma ein bestimmter chemischerKörper ist, der vermöge seiner Konstitution unendliche Variationen zu-läßt, oder ob es ein wechselndes Gemisch verschiedener chemischerKörper darstellt. Ebenso wissen wir noch keineswegs sicher, ob dieseKörper, wie man geneigt ist anzunehmen, den an und für sich rätsel-haften Proteinsubstanzen angehören. Wirkönnen nur sagen: die Beschaffenheit desProtoplasma muß bei einer gewissen Gleich-artigkeit zugleich auch eine ganz außer-ordentliche Verschiedenartigkeit gestatten.Denn wenn wir sehen, daß aus dem Eieines Hundes stets nur ein Hund, und zwarein Tier mit allen seinen individuellenEigentümlichkeiten wird, daß das Ei einesSeeigels, unter die wechselndsten Beding-ungen gebracht, stets einen Seeigel liefert,daß eine Amöbenart stets nur die für siecharakteristischen Bewegungen ausführt,so müssen wir annehmen, daß der funetio-nierende Bestandteil dieser Zellen, dasProtoplasma, in jedem Falle seine Be-sonderheiten hat. Wir werden zur An-nahme einer fast unbegrenzten Verschieden-artigkeit des Protoplasma gezwungen, auch
t •!* 16 ,' v A r e \ a prot v\ na f wenn wir dem später zu besprechen-Leidy. ek Ectosark, en Entosark, , ,- , . , .. / .,
cv contractile Vacuole, n Kern^ den Kern den Wichtigsten Anteil anN Nahrungskörper. den hervorgehobenen Unterschie-
den einräumen.Die bei aller Verschiedenheit doch unverkennbare Gleichartigkeitdes Protoplasma äußert sich in seinem Aussehen und in seinen Lebens-erscheinungen. Bei schwachen Vergrößerungen erscheint das Proto-plasma als eine mattgraue, seltener durch Imbibition mit Farbstoffengelblich, rötlich oder anderweitig gefärbte Substanz, in welcher zahlreiche,stark lichtbrechende Körnchen, darunter öfters auch Pigmentkörnchen,eingebettet sind. Die Lebenseigenschaften dieser Substanz sind: Be-wegung, Reizbarkeit, Fälligkeit zur Ernährung und Fortpflanzung.
Mit Hilfe starker Vergrößerungen kann man in der Grundlage desProtoplasma, dem „homogenen Protoplasma" früherer Autoren, eine feinereStructur erkennen; sie erscheint unter dem Bild eines feinmaschigen Ge-rüsts (Filarsubstanz, Spongioplasma, Zellreticulum), dessen Zwischenräumevon anderweitiger Substanz (Interfilarsubstanz, Enchylem) erfüllt sind.Ein Teil der Histologen deutet die Structur in der Tat als ein Gerüstfeiner Bälkchen und Fäden, ein anderer Teil nimmt dagegen eine Schaum-oder Wabenstruktur an, wie man sie erhält, wenn man verschiedenerleisich nicht mischende, sondern ein feinstes Gemenge ergebende Flüssig-keiten, z. B. Olivenöl und Sodalösung miteinander schüttelt. Die Vor-