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Darwins Theorie von der Abstammung der Arten.
c) Morpho-logische Be-weise.
doch den wichtigsten Teil ihrer Organisation ausmachen, gehen zugrunde."Nur selten findet man Versteinerungen, bei denen Weichteile (Muskelnder Fische und Cephalopoden, Gallertkörper der Medusen) in Stein nach-gebildet sind. Auch die Hartgebilde erhalten sich nur unter ganz be-sonders günstigen Bedingungen in gutem Zusammenhang. Wenn mannun weiter berücksichtigt, daß diese Schätze im Schoß der Erde vergrabensind und meist nur zufällig bei Steinbrucharbeiten, Wegebauten etc. ge-wonnen, äußerst selten dagegen planmäßig und mit wissenschaftlicherÜberlegung zutage gefördert werden, so erhellt daraus zur Genüge, wiewenig für die Stammesgeschichte aus dem derzeitigen und selbst demzukünftigen paläontologischen Material erwartet werden darf.
Immerhin hat die Paläon-tologie schon manche wichtige Be-weise der Descendenzlehre ge-liefert. Sie hat gezeigt, daß dieniederen Formen zuerst und spätererst die höher organisierten auf-treten. Unter den Tieren im all-gemeinen treten die Wirbeltiere,unter diesen wiederum die Säuge-tiere, unter den Säugetieren derMensch am spätesten auf. Fürkleinere Gruppen ist es sogar schongeglückt, das Material für Stamm-bäume zu sammeln; Übergangs-formen leiten vom vierzehigenEohippus des Eocän zum ein-zelligen Pferd der Neuzeit. Fürsämtliche Huftiere wurden gemein-same Ausgangsformen in den Con-dylarthren entdeckt. Ferner hatman zwischen größeren Abtei-lungen Übergangsformen gefunden,so z. B. zwischen Reptilien undVögeln die merkwürdigen Zahn-vögel und die Archaeopteryx(Fig. 2), einen Vogel mit einembefiederten, aber nach Art der Ei-dechsen langgestreckten Schwanz.3. W T enn man vergleichende
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Anatomie und
Fig. 2. Archaeopteryx lithographica (nach schichte ZU111 BeweisSteinmnnn-Dödei'lein). cl Clavicula, co Cora-coid, h Humerus, r Radius, u Ulna, c Carpus/— IV Zehen, sc Scapula.
Entwicklungsge-der Des-cendenztheorie verwerten will, soergeben beide Disziplinen so vieleBerührungspunkte, daß sie ambesten in einem gemeinsamen Abschnitt abgehandelt werden.
Cuvier und Karl E. v. Baer hatten gelehrt, daß die einzelnenTypen des Tierreichs Einheiten seien, von welchen eine jede einen be-sonderen ihr eigentümlichen Bau- und Entwicklungsplan repräsentiere,daß keinerlei Ähnlichkeit im Bau und in der Entwicklung eine Brückevon Typus zu Typus schlage. Der erste dieser beiden Sätze ist nachwie vor berechtigt, der zweite dagegen, welcher allein für die Descendenz-theorie wichtig ist, ist gänzlich unhaltbar geworden. Alle Tiere haben