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Durch naszierenden Wasserstoff (Zink und Säure) werdendie »Sulfate nicht reduziert.
Reaktionen auf trockenem Wege.
Die neutralen Salze der Alkalien schmelzen schwer, ohneZersetzung, die sauren Sulfate der Alkalien sehr leicht unter Ab-gabe von Wasser und SO,, (vergl. Seite 79).
Die Sulfate der alkalischen Erden und des Bleies erleidenbeim Erhitzen keine Zersetzung. Die übrigen Sulfate werden mehroder weniger stark zersetzt.
Alle Sulfate geben beim Erhitzen mit Soda auf der KohleNatriumsulfid, das auf blankes Silber gebracht und mit Wasserbefeuchtet, einen schwarzen Fleck von Silbersulfid erzeugt: z. B.
a) CaS0 4 -f Na 9 CO„ = CaC0 3 -f Na,,S0 4
b) Na 2 S0 4 -f 2 C = 2 CO., -f Na 2 S
c) 2 Na 2 S -f 2 Ag„ -\- 2 H 2 0 + 0 2 = 4 NaOH -f 2 Ag 2 S
Man nennt diese Reaktion die Heparreaktion.
Fluorwasserstoffsäure HF.
Vorkomme n. Der Fluorwasserstoff kommt in der Naturnur in Form von Fluoriden vor, deren wichtigstes der Fluorit(CaF 3 ) ist, regulär kristallisierend, von vollkommener oktaedrischerSpaltbarkeit. Ferner findet sich das Fluor in dem auf Grönlandvorkommenden Kryolith ([AlF 6 ]Na 3 ) und in vielen Silikaten, wieTopas, Turmalin, Lepidolith, Apophyllit, Apatit u. a. m.
Bildung. Die Fluorwasserstoffsäure wird erhalten, indem mandie Fluoride mittels konzentrierter Schwefelsäure in Platin- oderBleiretorten zersetzt:
CaF 2 -f H 2 S0 4 == CaS0 4 -|- 2 HF
Eigenschaften. Fluorwasserstoff ist bei Temperaturen über20° C ein farbloses Gas, das sich durch Abkühlung leicht zu einerbei 19-4° C siedenden, leicht beweglichen, an der Luft rauchendenFlüssigkeit kondensieren läßt. Die Dämpfe des Fluorwasserstoffsbesitzen einen stechenden Geruch und sind außerordentlich giftig.Auf die Haut gebracht, erzeugt die Flusssäure sehr schmerzhafteWunden. Von Wasser wird der Fluorwasserstoff sehr leicht gelöst.Beim Erhitzen der höchst konzentrierten, wässerigen Fluorwasserstoff-säure entweicht zuerst Fluorwasserstoffgas, dann destilliert eineca. 36°/ 0 ige Säure über.
Von _allen Säuren unterscheidet sich die Fluorwasserstoffsäuredurch ihre Fähigkeit Kieselsäure aufzulösen, eine Eigenschaft, die in
Treadwell, Analytische Chemie. I. Bd. 5. Aufl.
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