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ander enthält (nicht legiert), wird getrocknet und in einem Porzellan-tiegel scharf vor dem Gebläse geglüht (wodurch das Iridium inKönigswasser unlöslich wird) und gewogen. Das geglühte, graueMetall löst man hei möglichst niedriger Temperatur in Salzsäureunter allmählichem Zusätze von Salpetersäure. Hiebei bilden sich be-deutende Mengen Nitrosoplatinchlorid [PtCl 6 ](NO) 2 . DurchVerdampfen der Lösung mit Wasser zerfällt diese Verbindung inPlatinichlorwasserstoffsäure unter Stickoxydentwicklung:
[PtOy(NO) 3 + H 2 0 = N0 2 + NO + [PtCl 6 ]H 2
Da aber das N0 2 (N 2 0 4 ) zum Teil in der Lösung bleibt, sobildet sich von neuem, durch die Einwirkung des Wassers, Salpeter-und salpetrige Säure:
N 3 0 4 + H 2 0 = HN0 3 + HN0 2welche mit der vorhandenen Chlorwasserstoffsäure Nitrosylehloridliefern, das wiederum Nitrosoplatinchlorid erzeugt.
Man muß daher so lange abwechselnd mit Salzsäure undWasser verdampfen, bis keine salpetrigen Dämpfe mehr entweichen.Die so erhaltene Lösung enthält immer Platinochlorwasserstoffsäure(sie ist intensiv braun gefärbt). Um letztere Verbindung inPlatinichlorwasserstoffsäure zu verwandeln, sättigt man die Lösungbei mäßiger Wärme mit Chlorgas, wodurch die Farbe viel hellerwird und verdunstet bei möglichst niedriger Temperatur im Wasser-bade bis zur Sirupkonsistenz. Nach dem Erkalten erstarrt der Sirupzu einer kristallinisch strahligen, gelbbraunen Masse, welche man inwenig kaltem Wasser löst und vom ungelösten Iridium abfiltriert.
Ist die Menge des letzteren groß, so glüht man es im Porzellan-tiegel und wägt. Zieht man das Gewicht des Iridiums von der an-gewandten Mischung ab, so erhält man das Gewicht des gelöstenPlatins.
Die filtrierte Lösung wird nun mit so viel Wasserverdünnt, daß 100 ccm der verdünnten Lösung 10 gr Platinenthalten.
2. Darstellung von Platinichlorwasserstoffsäureaus Platin rückständen. Diese bestehen aus Kaliumplatini-chlorid und der alkoholischen Waschflüssigkeit.
Durch Eindampfen einer alkoholischen Lösung von Platinichlor-wasserstoffsäure entsteht Platinochlorwasserstoffsäure und Äthylen(C 2 H 4 ), welche Äthylenplatinochlorid [PtCl 2 ](C 2 ILJ liefern, das mitKalium- und Ammonsalzen keine Fällung gibt.
CiL
CBL
[PtCl 0 ]II 3 -f 2 |
CH 2 Oll
Alkohol
r = o
Aldehyd
+4HCl + [PtCl 2 ](C 2 H 4 )+H 2 0
Athylenplatinchlorid