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man eine sehr große Anzahl von Linien,welche nur zum Teil von dem Metallherrühren. Ein Teil der Linien stammtvon der Masse der Kohlenspitzen und vonder Luft. Um daher das Metallspektrumzu erhalten, führt man zunächst den Ver-such ohne Substanz aus und zeichnet oderphotographiert das entstehende Spektrum.Dann führt man den Versuch mit derSalzlösung aus; die neu hinzugekommenenLinien ergeben das Spektrum des Metalles.Bequemer lassen sich Funkenspektra mitHilfe sogenannter Fulguratoren erhalten.Delachanel und Mermet wenden einenFulgurator, wie in Fig. 8 angegeben, an.Dadurch, daß sich die Salzlösung im Ee-agensglasbefindet, kann die Spalte desSpektroskops nicht durch Spritzen ver-unreinigt werden. Sehr bequem zur Her-stellung von Funkenspektren ist diekleine, von H. Dennis angegebene Vor-richtung (Fig. 9).
Der in einem Glasrohr eingeschmol-zene Platindraht x trägt eine Spitze von Ceylongraphit, die geradenoch aus dem Schenkel e herausragt. Die obere Polspitze ist inder Zeichnung nicht angegeben.
Zur Füllung des Eohres m mit der zu untersuchenden Salzelösung entfernt man s, neigt den Apparat nach links, gießt dirLösung durch das obere Ende von m ein und schiebt s wiede-hinein bis beinahe auf den Boden. Nun bringt man den Apparatin die aufrechte Stellung, wobei die Flüssigkeit in e bis zum gleichenNiveau mit dem unteren Ende von s steigt. Durch Emporziehenvon s steigt die Flüssigkeit bis zum oberen Bande von e. BeimÜberschlagen der Funken auf die Spitze verdampft eine genügendeMenge der Flüssigkeit, um das gewünschte Spektrum zu geben.Auch soll keine Verunreinigung der Spalte durch Verspritzen statt-finden. 1 )
Zur Untersuchung von Gasspektren verwendet man kleineGeißlersche Bohren, die das betreffende Gas enthalten.
Außer den Flammen- und Funkenspektren sind nochdie Absorptionsspektren zu erwähnen. Läßt man weißesLicht durch Lösungen gefärbter Stoffe gehen, so werden gewisse
J ) Sehr gute Dienste leistet W erner von Boltens Chromoscop. Z. f.Elektrochemie 9, (1903), S 913.
Fifr. 9.