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Die Metalle dieser Gruppe zersetzen das Wasser bei gewöhn-licher Temperatur unter Entwicklung von Wasserstoff und Bildungvon stark alkalisch reagierenden Hydroxyden, welche durch Glühennicht von ihrem Hydratwasser befreit werden können. Die OxydeR 2 0 lassen sich nur schwer rein gewinnen (durch sorgfältiges Er-hitzen der Metalle an der Luft: es bilden sich daneben leicht Peroxyde).
Die Salze dieser Metalle sind meist farblos und löslich inWasser.
Von diesen reagieren die Karbonate, die tertiären und sekundärenPhosphate, die Cyanide, Borate, Sulfide und Silikate in der wässe-rigen Lösung alkalisch (Hydrolyse).
Die Salze der Alkalien sind mehr oder weniger fluchtig undfärben die nicht leuchtende Gasflamme charakteristisch.
ftU
Sp.
Kalium = K. At.-Gew. = 3915.
Gew. = 0-87. F. P. (Schmelzpunkt) = 62-5° C.
Vorkommen: Sylvin (KCl), regulär, und Carnallit (MgCl 2 ,KCl-4-6 H 2 0),rhomisch, in Staßfurt neben St ein salz und Anhydritin den sogenannten Abraumsalzen. Salpeter (KN0 8 ), rhombischePrismen. Ferner in sehr vielen Silikaten; so im monosymmetrischenFeldspat (Adular) (KAlSi 3 O ö ) und im Muskovit (Kaliglimmer)(KH 2 Al 3 Si 3 Ö 12 ), monosymmetrisch; in den Pflanzen als organischeSalze, welche beim Veraschen der Pflanzen in Kaliumkarbonat(Pottasche) übergehen.
Reaktionen auf nassem Wege.
Das Kalium bildet sehr wenige schwerlösliche Salze. Vondiesen sind Chlor oplatinat, Hydrotartrat und das Per-chlorat am schwersten löslich, weshalb man sie zur Nachweisungdes Kaliums benützt.
1. Platinichlorwasserstoffsäure (H^PtCL]) 1 ) gibt in konzen-trierten Lösungen eine gelbe kristallinische Fällung:
HjpPtOlg] -f 2 KCl = 2 HCl -4- KjPPtCLJwelche aus kleinen regulären Oktaedern besteht (mit der Lupedeutlich sichtbar). Ist die Kaliumlösung nicht sehr konzentriert, soentsteht im Anfang oft keine Fällung, reibt man aber die Gefäß-
') Platinchlorid (PtCLJ gibt mit Kaliumsalzen keine Fällung. Nachsehr langem Stohen aber lagert sich an dieses KCl, wodurch K 2 [PtCl e ] ent-steht, welches sich dann abscheidet. Das Reagens, die Platinichlorwasser-stoff säure, ist eine zweibasische Säure, welche erhalten wird durch Lösenvon Platin in Königswasser. Man bereitet die Lösung so, daß 10 gr Platinauf 100 ccm Lösung kommen.