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Die Größe des Überschusses wird natürlich von der Löslichkeitdes betreffenden Salzes abhängig sein. Für Baryumsulfat z. B.genügt ein sehr kleiner Überschuß an Ba- oder S0 4 -Ionen, fürBleisulfat dagegen ist, wegen der größeren Löslichkeit desselben,weit mehr der überschüssigen Pb- oder S0 4 -Ionen nötig.
Um den erzeugten Niederschlag weiter untersuchen zu können,muß er von der Flüssigkeit durch Filtration getrennt werden undes gilt die Begel: Fs richtet sich die Größe des Filtersstets nach der Größe des Niederschlages, nicht nachder Menge der Flüssigkeit. In Fällen, in denen es sich umden Nachweis geringer Spuren handelt, ist man oft genötigt, großeMengen Substanz zu verarbeiten, welche eine entsprechend großeFlüssigkeitsmenge zur Lösung erfordern. Scheidet man aus einerderartigen Lösung nur einige Milligramme des fraglichen Körpersab und filtriert durch ein großes Filter, so ist es klar, daß derwinzige Niederschlag, auf der großen Filterfläche verteilt, sich schwerweiter verarbeiten läßt.
Vor der Verarbeitung eines jeden Niederschlages muß derselbevollständig von dem Filtrat befreit werden, was durch Auswaschengeschieht. Das Auswaschen setzt man mit der vorgeschriebenenFlüssigkeit fort, bis im Waschwasser der zu entfernende Körpernicht mehr nachgewiesen werden kann. Hat man z. B. eine Lösungvon Natriumsulfat, worin Baryumkarbonat suspendiert ist, so mußnach der Filtration so lange mit Wasser gewaschen werden, bisalles Natriumsulfat entfernt ist, was daran erkannt wird, daß eineProbe des Waschwassers, mit Salzsäure angesäuert, auf Zusatz vonBaryumchlorid keine Fällung mehr gibt. Ferner beachte man dieKegel: Niemals mische man das Filtrat mit dem Waschwasser, weildies eine unnötige Verdünnung dos ersteren verursacht. Auch solldas Filter stets kleiner als der Trichter sein und nicht bis zumobersten Rande mit dem Niederschlag angefüllt werden, sondernman lasse stets 5 mm frei. Ferner vermeide man zu große Nieder-schläge, weil sonst das exakte Arbeiten sehr erschwert wird: DieFiltration dauert länger und ebenso das Auswaschen.
Nachweis von Säuren und Basen.
(Theorie der Indikatoren. 1 )
Zur Nachweisung von Säuren und Basen pflegt man gewisseFarbstoffe anzuwenden, welche eine verschiedene Färbung geben, jenachdem sie mit der einen oder anderen dieser Körperklassen zu-sammentreffen :
') Ostwald, Grundlagen d. anal. Ch. 1894. S. 104. Ferner Jul.Stieglitz, Chem. Zentralbl. 1904, S. 210.