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Aus der Leitfähigkeit eines Elektrolyten kann man den Gradseiner Dissoziation leicht berechnen. 1 )
Die starken Säuren und Basen sind sehr stark dissoziiert (Dis-soziationsgrad bei normaler Konzentration 70°/ 0 und höher), währenddie schwachen Säuren (Essigsäure, Kohlensäure. Schwefelwasserstoff-säure, Cyanwasserstoffsäure und Borsäure) sehr wenig dissoziiert sind.;daher sind sie schlechte Stromleiter.
Dissoziationsgrad einiger Elektrolyt«.
A. Säuren.
Säure Dissoziation s-
Y 10 normal grad.
HClHBrHJHNOHC10 3 j
hcio;
HCNS /Oxalsäure (Y 82 n.) 65°/ 0V 2 H 2 S0 4 1V, H 2 Se0 4 j ca - 62 /oV» H 3 P0 4 } ca. 50%
ca. 93%
Säure1 / 1 0 n o r m a 1H 3 PO sHJ0 4H,P0 4Weinsäure (Y 32 n.)
HFEssigsäureKohlensäureSchwefel wasserstoffsäureBlausäure unter
Borsäure
Dissoziations-
grad.
44%
29%
20%
20%
13%
1-3%0-174%0-075%0-05%0-013%
BaseYj 0 n o r m a 1KOHNaOH
NH 4 OH
B. Basen.
Dissoziation s-gr ad.
94%90%
1-3%
C.
Salze.
Salz Dissoziation s-
Yxo normal grad.
93%92%93%
KClNaCl
NHC1
Aus dieser Zusammenstellung erhellt, daß beispielsweise die mäßigkonzentrierte Schwefelsäure nur halb so stark ist wie die Chlorwasser-stoffsäure derselben Konzentration; Essigsäure sogar lOOmal schwä-cher wie die Halogenwasserstoffsäuren. Bei den Basen fällt derenorme Unterschied in der Stärke der Kali- resp. Natronlauge gegen-über dem Ammoniak auf. Die Ammoniumsalze dagegen sind eben-so stark dissoziiert, wie die Salze der fixen Alkalien. Elektrolyte,welche in wässeriger Lösung mehrwertige Ionen besitzen, unterliegenbeim Auflösen einer stufenweisen Dissoziation, so zerfällt dieSchwefelsäure in konzentrierter Lösung im Sinne der Gleichung:
J ) Kernst, Lehrbuch, Seite 46G.