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Anorganische Chemie.
Von den Elementen der paaren ReihenVII. Gruppe kennt man nur das
der
Mangan.
Mn = 54.9.
In der Natur findet sich Mangan hauptsächlich alsBraunstein, Pyrolusit, MnOa, dem für die Technikwichtigsten Manganmineral, Braunit, MnäOä, Man-ganit, Mn 2 0 3 H20 = 2MnO(OH), Hausmannit,MmCu, Manganspath, COsMn, Manganblende,MnS. 1 ) Durch Erhitzen der Oxyde mit Kohle aufhöchste Weissgluth erhält man das grauweisse, sehrharte und schwer schmelzbare metallische Mangan;spec. Gew. 7.9. Dasselbe oxydirt sich an feuchter Luftrasch, zersetzt Wasser beim Kochen und löst sich inSäuren unter Bildung von Manganoxydulsalzen.
Schwefelsaures Manganoxydul, S CU Mn ■ 5 H2 O,Manganosulfat, rosenrothe Krystalle 8 ), bildet sich beider technischen Darstellung von Sauerstoff als Neben-product, cf. pag. 274, und MangancMorür, MnCh' ■ 4H2O,Manganochlorid, röthliche Tafeln, bei jener des Chlors 3 );cf. pag. 301.
*) Als Begleitei' von Eisenoxydul, Kalk, Magnesia, istferner Manganoxydul, Mn O, ausserordentlich verbreitet, und zwarin den verschiedensten Gesteinen, Bodenarten, deshalb auch inWässern, Aschen.
2 ) Mit 5 H2O, wie Kupfervitriol, krystallisirt das Mangano-sulfat bei gewöhnlicher Temperatur triklin, mit 7 Hs O, wie Eisen-vitriol etc., unter 6" aber monoklin; zwischen 20 und 30° krystallisirtes mit 4H2O ebenfalls monoklin. Mit den Sulfaten von Alkalienund Ammonium bildet es monokline Doppelsalze, SO4 Mn •SO4 Rs.6H.O; cf. pag. 108, Anm. 2. Ein Molekül des Krystall-wassers entweicht erst bei 200 °.
3 ) Beim Erhitzen zersetzt sich das krystallisirt e Mangan-chlorür, wobei Salzsäure und Wasser entweichen. WasserfreiesManganchlorür resultirt durch Glühen des Doppelsalzes, Mn CI2 ■2 NEU Cl ■ Hs O ; Analogie mit Chlormagnesium. — In der Technikwird aus dem bei der Chlorbereitung entstandenen Mangan-chlorür der Braunstein regener irt. In die mit überschüssigerKalkmilch versetzte Salzlösung wird Luft eingepresst, wodurch Calcium'manganit, MnOi • CaO = MnOs Ca, als schwarzer Schlamm gefällt