Chromylchlorid; Chromate.
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Kaliumdichromat, wenn man es mit festem Chlor-natrium und concentrirter Schwefelsäure erhitzt,braunrothe Dämpfe von Chromylchlorid, Chromoxy-chlorid, CrOaCk 1 )
Die Alkalichromate erzeugen in Baryumsalz-lösungen einen blassgelben Niederschlag von Baryum-chromat, CrCuBa, in der Lösung von Bleisalzen gelbesBleichromat, CrCuPb, ».Chromgelb«, in jener von Mer-curosalzen purpurrothes Mer curo Chromat, CrC>4Hg2und in S i 1 b e r s a 1 z lösungen dunkelrothes Silber-
Vio At. J — als Urtitersubstanz der Jodimetrie: Lässt man z.B.10 ccm der 1 /oi> Normal- Cn Oi &>- Lösung einfliessen in, mit genügendSalzsäure angesäuerte Jodkaliumlösung, so wird genau sovielJod frei, als in 10 ccm Vio-Normal-Jodlösung enthalten ist.Damit wird nun die Vio-Normal-Thiosulfatlösung eingestellt: 2J —j—2 Sa Oa Nass = 2 J Na -f- S4 Oo Nas, und mit der letzteren hierauf die V10-Normal-Jodlösung; die Thiosulfat lösung enthält V10 Mol. S 2 0 3 Na 2. 5HaO, die Jodlösung Vi? At. Jod, sowie 20 g Jodkalium (um dasJod in Lösung zu bringen!) zu 1 Liter gelöst. Das nöthige Kalium-dichromat wird durch mehrfaches Umkrystallisiren gereinigt, und dannein Tiegel, der die getrockneten Krystalle enthält, in geschmolzenemDichromat längere Zeit erhitzt, wodurch ohne Gefahr einer Zersetzungdie letzten Spuren Wasser aus dem umkrystallisirten Salze entferntwerden können.
!) Denn: I. Cr 2 OrK 2 -|- SO4H2 = 2 CrOs + SO4K2 -4- H2O;II. 2 CINa + SO4H2 = 2 C1H -)- S0 4 Na 3 , und
m - Cr||iig! = Cr=l+°«-
Chromylchlorid.
Die Schwefelsäure wirkt hierbei zugleich als wasserentziehendesMittel. Chromylchlorid ist eine blutrothe, bewegliche Flüssigkeit;Siedep. 116 bis 118°. Mit Wasser zersetzt es sich momentan:C1-O2CI2 + H2O = CrOs -(-2 C1H! Die Bildung des Chromyl-chlorids findet Anwendung zum Nachweis von Chlor, neben Bromund Jod; etwa vorhandenes Jod wird entfernt durch Kochen mitEisenammoniakalaun, wobei Jod als solches entweicht, oder mitSchwefligsäure und Kupfervitriol, cf. pag. 105, Anm. 2. Die zurTiockniss verdampfte Flüssigkeit wird nun mit Dichromat zerriebenund mit concentrirter Schwefelsäure jdestillirt; das übergehendeChromylchlorid leitet man in Natronlauge : Cr O2 Ck + 4 Na OH =CrOiNas -)- 2 CINa -|- 2 H2 O, und weist das Chlor nach in Form vongelbem chromsaurem Blei, CrCtPb, indem man nach dem An-säuern mit Essigsäure Bleiacetat hinzufügt.