Alkalo'ide und sonstige organische Basen.
587
tu is im Taback scheint zwischen 2—7Proc. zu schwanken. Schlechterea oackssorten sind reicher an Nicotin als edlere. Feiner Havannatabackhält nur etwa 2 Proc. Der Tabacksrauch und der Tabackssaft ent-
hält
ebenfalls Nicotin, und es rühren die narcotischen Wirkungen des
a oacks jedenfalls von seinem Nicotingehalte her.
, Darstellung. Tabacksblätter werden wiederholt mit schwefelsäure-
itigem Wasser ausgezogen, die Lösung wird eingedampft, hierauf
lt kaustischem Kali destillirt, und das Destillat mit Aother, welcher
' s Nicotin aufnimmt, geschüttelt. Man dunstet den Aether ab, und de-
'urt das rückständige Nicotin im Wasserstofl'gasstrome.
Wenn wir den Begriff von Alkalo'iden im weiteren Sinne auffassen,
, gehören zu den flüchtigen sauerstofffreien Alkalolden noch sämmtliche"Östliche Ammoniakbasen, von denen wir die wichtigeren bei den betref-öden Radicalen abgehandelt haben; ferner einige bei der trockenenes tülation gewisser organischer Stoffe gebildete Basen, von denen wei-
tere nt;
Unten die Rede sein wird, und endlich die dem Typus Ammoniakbrechenden Phosphorbasen.
IL Nichtflüchtige Alkalo'ide.
. Es gehören hieher die meisten arzneilich wichtigen Pflanzenbasen.6 sind wahrscheinlich alle fest, meist krystallisirbar, geruchlos, von
tt erem Geschmack, in Wasser gewöhnlich wenig löslich, leichter in: ° c hendem Alkohol
Alkaloide des Opiums.
Im Opium, dem durch Einritzen der halbreifen Samenkapseln von^Paver somniferum ausfliessenden und nachher eingedickten Milchsafte, —"em sehr wichtigen Arzneimittel, sind neben Mekonsäure und anderen"ftnzensäuren bisher folgende Alkaloide nachgewiesen :
Morphin
Codein
Thebain
Papaverin
Narcotin
Narcein
C 34 H19 N 0 6C 3e H 21 N 0 6Css H 21 N 0 6C 40 H n N.O 6C 46 H 26 N0 14C 46 H 29 N dg
y Andere weniger genau untersuchte Alkaloide des Opiums, deren
sanim ense t zuri g man zum Theil nicht kennt, oder deren Formeln
eiu gstens zweifelhaft erscheinen, sind: Opianin, Pseudomorphin
^orphyroxm.
Es ist sehr fraglich, ob alle diese Basen als constante Bestandtheile
s Opiums anzusehen sind, oder ob sie nicht vielmehr gewissen Ent-c Kelu n gcip[, ai?en un( j Bodenverhältnissen der Pflanze, oder vielleicht
Par Stel-lung.
Nicht-Qttchtige
Alkaloide.
Alkaloide
des
Opiums.
I: