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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Alkalo'ide und sonstige organische Basen.

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tu is im Taback scheint zwischen 2—7Proc. zu schwanken. Schlechterea oackssorten sind reicher an Nicotin als edlere. Feiner Havannatabackhält nur etwa 2 Proc. Der Tabacksrauch und der Tabackssaft ent-

hält

ebenfalls Nicotin, und es rühren die narcotischen Wirkungen des

a oacks jedenfalls von seinem Nicotingehalte her.

, Darstellung. Tabacksblätter werden wiederholt mit schwefelsäure-

itigem Wasser ausgezogen, die Lösung wird eingedampft, hierauf

lt kaustischem Kali destillirt, und das Destillat mit Aother, welcher

' s Nicotin aufnimmt, geschüttelt. Man dunstet den Aether ab, und de-

'urt das rückständige Nicotin im Wasserstofl'gasstrome.

Wenn wir den Begriff von Alkalo'iden im weiteren Sinne auffassen,

, gehören zu den flüchtigen sauerstofffreien Alkalolden noch sämmtliche"Östliche Ammoniakbasen, von denen wir die wichtigeren bei den betref-öden Radicalen abgehandelt haben; ferner einige bei der trockenenes tülation gewisser organischer Stoffe gebildete Basen, von denen wei-

tere nt;

Unten die Rede sein wird, und endlich die dem Typus Ammoniakbrechenden Phosphorbasen.

IL Nichtflüchtige Alkalo'ide.

. Es gehören hieher die meisten arzneilich wichtigen Pflanzenbasen.6 sind wahrscheinlich alle fest, meist krystallisirbar, geruchlos, von

tt erem Geschmack, in Wasser gewöhnlich wenig löslich, leichter in: ° c hendem Alkohol

Alkaloide des Opiums.

Im Opium, dem durch Einritzen der halbreifen Samenkapseln von^Paver somniferum ausfliessenden und nachher eingedickten Milchsafte, —"em sehr wichtigen Arzneimittel, sind neben Mekonsäure und anderen"ftnzensäuren bisher folgende Alkaloide nachgewiesen :

Morphin

Codein

Thebain

Papaverin

Narcotin

Narcein

C 34 H19 N 0 6C 3e H 21 N 0 6Css H 21 N 0 6C 40 H n N.O 6C 46 H 26 N0 14C 46 H 29 N dg

y Andere weniger genau untersuchte Alkaloide des Opiums, deren

sanim ense t zuri g man zum Theil nicht kennt, oder deren Formeln

eiu gstens zweifelhaft erscheinen, sind: Opianin, Pseudomorphin

^orphyroxm.

Es ist sehr fraglich, ob alle diese Basen als constante Bestandtheile

s Opiums anzusehen sind, oder ob sie nicht vielmehr gewissen Ent-c Kelu n gcip[, ai?en un( j Bodenverhältnissen der Pflanze, oder vielleicht

Par Stel-lung.

Nicht-Qttchtige

Alkaloide.

Alkaloide

des

Opiums.

I: