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Alkaloide und sonstige organische Basen. 583
Sechste Gruppe.
Alkaloide und sonstige organische Basen unbekannterConstitution.
Der Begriff und die allgemeinen Charaktere der organischen Basen
* ür den bereits im allgemeinen Theile S. 71 erörtert und daselbst auchdi
6 Constitution und die Bildungsweisen der künstlich darstellbaren be-kochen. Wir haben von der beinahe unübersehbaren Zahl künstlicherr §anischer Basen diejenigen, welche irgend ein besonderes Interesse
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eä nsp ruc h en , bei den betreffenden Radicalen eingeschaltet, um ihren
'^arnmenhang mit diesen und anderen Verbindungen der Radicale her-
Voi, zuheben.
So wichtig aber auch diese künstlichen organischen Basen in theo-
hscher Beziehung sind, so wenig praktisches Interesse bieten sie dar.
Gerade umgekehrt verhält es sich mit denjenigen organischen Basen,
, le in der Natur, im Pflanzenreiche bereits fertig gebildet vor-
°öirnen, und Alkaloide genannt werden. Bei diesen ist ihretheoreti-
.^ le Bedeutung vorläufig eine geringe, da es bisher noch nicht gelungen ist,
^Constitution erschöpfend zu ermitteln. Die meisten derselben sind aber
a ktisch wichtig, da sie sehr heftige Gifte und äusserst wirksame Arz-
eit nittel sind, so zwar dass die Wirkung zahlreicher als Heilmittel an-
^andter Pflanzenstoffe zunächst nur durch ihren Gehalt an gewissen
k&loi'den bedingt erscheint.
So wie die organischen Basen überhaupt, sind auch die natürlich Aii^e-
fkornrnenden ausgezeichnet durch einen mehr oder weniger ausgespro- Charak-
e Qen basischen Charakter. Sie verbinden sich mit Säuren zu wohl- AikaioMe
ar akterisirten Salzen. Die stärkeren Alkaloide bläuen geröthetes Lack-
s Papier, und bräunen Curcuma, und haben meist einen intensiv bitte-
Geschmack. Sie sind theils flüchtig, theils nichtflüchtig, in Was-
, 'Seist nur schwierig löslich, und werden durch Gerbstoffe, Quecksilber-
ü nd, Platinchlorid (als dem Platinsalmiak ähnliche Doppelverbindun-
J und Jodkalium-Jodquecksilber gefällt.
v, r Ihrer Zusammensetzung nach bestehen sie entweder aus Kohlenstoff,
asserstoff und Stickstoff und sind daher sauerstofffrei, oder sie enthal-
ausser den obigen Elementarbestandtheilen auch noch Sauerstoff.
. Die sauerstofffreien Alkaloide sind flüchtig, die sauerstoffhaltigen
^htfluchtig.
, Die flüchtigen und sauerstofffreien sind Ammoniakbasen, d. h. sie lei-tet, ■
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sich vom Typus Ammoniak ab, die nichtflüchtigen und sauerstoff-gen sind vielleicht theilweise Ammoniumbasen. Doch ist ihre Con-