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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Vorkom-men undDarstel-lung.

Eigen-schaften.

Lithofel-linsäure.

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Verbindungen unbekannter ßaclicale.

in Alkohol, aber nicht in Wasser und Aether löslich. Verhält sich i" 1Uebrigen ähnlich den anderen Gallensäuren. Durch Säuren und Alkali«"zerfällt sie unter Wasseraufnahme in Glycin und Hyocholsäure:

C M H 48 NO 10 + 2 HO = C 60 H 40 O 8 + C 4 H 5 N0 4Hyoglykocholsäure Hyocholsäure Glycin.

Die Salze der Hyoglykocholsäure sind amorph.

Vorkommen und Gewinnung. Die Hyoglykocholsäure ist e 1 "Bestandteil der Schweinegalle, und in anderen Gallen bisher noch nie''aufgefunden. Man erhält sie aus der entfärbten und eingedampft* 3 ' 1Schweinegalle, indem man die wässerige Lösung derselben mit schwef 6 ''saurem Natron versetzt, wodurch hyoglykocholsaures Natron gelallt wiffda das hyoglykocholsäure Natron in concentrirten Salzlösungen unlösli 011ist. Durch Zerlegung dieses Salzes mit Salzsäure erhält man die freie Säur"'

Hyocholsäure: C 50 H 40 O g .

Nur schwierig in kleinen Warzen krystallisirende Säure, in Alkoh"und Aether löslich, mit Basen Salze bildend, von denen nur die mit Mkalien löslich sind.

Durch Kochen mit Säuren wird die Hyoglykocholsäure in einen de 1 "Dyslysin analogen Körper von der Formel: C 50 H J8 0,j verwandelt, unt efFreiwerden von Glycin.

Hyotaurocholsäure.

Hvocholeinsäure.

C 54 H 46 N0 12 S 2 ?

Diese der Taurocholsäure analoge Säure der Schweinegalle ist dar 1 "nur in sehr geringer Menge enthalten, und noch nicht genau studi f1 'Sie zerfällt leicht in Taurin und Hyocholsäure, und ist demnach dtTaurocholsäure vollkommen analog.

Wir reihen hier an die

Li thofcllinsäure: C 40 H 36 0 8 .

Die Lithofellinsäure ist ein Bestandtheil gewisser orientalisch 6 'Bezoare. Unter dieser Bezeichnung werden verschiedenartige Concf 6 'tionen aus den Pansen verschiedener Wiederkäuer verstanden. D 1orientalischen Bezoare sollen von Capra aegagrus und Antilope Don" 1stammen.

Die Lithofellinsäure krystallisirt in farblosen kleinen sechsseitig 6Prismen, ist unlöslich in Wasser, löslich in Alkohol, schmeckt bMWund zersetzt sich beim Erhitzen, nachdem sie zuerst geschmolzen i j 'Mit Zucker und Schwefelsäure gibt sie die Reaction der Gallensäur 6 "'Ihre Salze sind nur zum Theil krystallisirbar. Die mit Alkalien sind 'Wasser, aber nicht in Kali, und in Salzlösungen löslich.

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