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Stickstoffhaltige organische Säuren.
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Von diesen Zersetzungsproducten kennen wir bereits:
Alloxan, Alloxantin, Alloxansäure, Mesoxalsäure, Oxalursäure,Pambansäure, Thionnrsäure und Harnstoff.
Eine besondere Erwähnung verdienen von den übrigen :Mykomelinsäure: (J 8 H 4 N 4 0 4 -\- aq. Diese Säure bildet sich Mykome-vv euu man Alloxan mit kaustischem Ammoniak behandelt, oder wennn ' a n Harnsäure mit Wasser bis auf 180° C. im zugesehmolzenen Glas-r °hr erhitzt. Es ist ein intensiv gelbes, in kaltem Wasser wenig, ine issem leichter lösliches Pulver, welches sich in Alkalien mit gelbera rbe löst. Die Mykomelinsäurc bildet keine krystallinischen Salze.
Dialursäure: C 8 H 4 N 2 0 8 . Bildet sich bei der Einwirkung von DialarSchwefelwasserstoff auf Alloxantin. Es scheidet sich dabei Schwefel ab,Ut >d Dialursäure bleibt gelöst. Die Säure krystallisirt in farblosen, lan-gen Nadeln, die sich an der Luft röthen, und allmählich wieder in^•'loxantin verwandelt werden. Sie ist eine starke einbasische Säure.
Uramil: C 8 H 5 N 3 0 6 . Erhitzt man eine Auflösung von Thionur- üramii.»üre (vergl. S. 567) bis zum Kochen, so zerfällt dieselbe in Schwefel-a Ure und Uramil, welches in seideglänzenden Kryställchen abgeschiedenlr d, die in kaltem Wasser unlöslich, aber löslich in Schwefelsäure und^ a H sind. In Ammoniak löst es sich ebenfalls leicht, und wird dann4,1 der Luft roth. Salpetersäure verwandelt es in Alloxan und Am-ltl °nlak:
C 8 H 6 N 3 0 6 + 2 O == C 8 H 2 N 2 0 8 + NH 3Uramil Alloxan.
Beim Kochen mit Quecksilberoxyd geht es in die nächstfolgende6l 'bindung über.
eh
Die Bildung des Uramils versinnlicht nachstehende Formelglei-
un g:
C s H 8 N 3 S 2 Ü 13Thionursäure
C 8 H 5 N 3 U 6 + 2 SO,Uramil.
. Murexid. Purpursaures Ammoniak: Ci 6 H 8 N 6 Oi 2 . Diese Murexide t'bindung bildet sich auf mehrfache Weise. Die genauer gekanntenl *dungsweisen derselben sind folgende: 1. Erhitzen von Uramil mit
^ u ecksilberoxyd und Wasser. 2. Auflösen von Uramil in Ammoniak"d längere Einwirkung der Luft. 3. Vermischen einer Lösung von'loxan und Alloxantin mit Ammoniak. 4. Einwirkung der Salpeter-
ai,l 'e auf Harnsäure (Harnsäurereaction).
Das Murexid krystallisirt in vierseitigen Prismen von prachtvollGallisch - glänzender goldgrüner Farbe, ähnlich der der Canthariden-
"Ögel
*0]Pur
Sie sind mit rother Farbe durchscheinend, und geben ein rothesv er. Das Murexid löst sich in Wasser schwer, aber mit prachtvollPurrother Farbe. In Kali löst es sich mit tief violettblauer Farbe
ai "nsäurereaction).