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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Verbindungen unbekannter Radicale.

saures Bleioxyd wegnimmt, das Blei durch Schwefelwasserstoff ausfälltund das Filtrat zur Krystallisation verdunstet.

Wir werden bei den Albiiminaten auf die physiologische Bedeutungdes Leucins und Tyrosins für den Stoffwechsel näher eingehen.

Eigen-schaften.

Vorkom -men.

Darstel-lung.

C y s t i n.

C (i H ( ;NS 2 0 4

Dieser schwefelhaltige Körper bildet farblose, durchsichtige, sech s 'seitige Tafeln und Blätter, die geruchlos und geschmacklos, ohne Reactio"auf Pflanzenfarben sind,' sich weder in Wasser noch in Alkohol löse*wohl aber in Mineralsäuren und Oxalsäure. Von ätzenden und kohle"'sauren Alkalien wird das Cystin leicht aufgelöst, nicht aber von kohle"'saurem Ammoniak. Aus seinen sauren Lösungen wird es am bestedurch kohlensaures Ammoniak, aus seinen alkalischen durch Essigsäu'gefällt. Beim Erhitzen schmilzt es und verbrennt mit blaugrüner Flamin 6 'Durch Kochen mit caustischem Kali wird es zersetzt; wird es mit ein 6Auflösung von Bleioxyd in Aetzkali gekocht, so scheidet sich alsbaWSchwefelblei aus.

Mit den Säuren bildet das Cystin salzartige leicht zersetzbare Vef'bindungon. Durch Salpetersäure wird es unter Bildung von Schwefe 1 'säure zerstört.

Vorkommen. Das Cystin ist ein Bestandteil gewisser selteneBlasen- und Nierensteine, in neuerer Zeit ist es aber auch als Sedime"im Harn und als Bestandteil der Nieren und der Leber uachgewiese"'

Darstellung. Am einfachsten erhält man das Cystin aus Cystn*Blasensteinen, indem man dieselben in caustischem Kali auflöst und <*'Auflösung kochend heiss mit Essigsäure übersättigt. Beim langsam 6 'Erkalten scheidet sich das Cystin aus.

C e

b r i n.

Eigen-schaften.

C 84 H S3 N0 6

Das Cerebrin stellt ein weisses lockeres, sehr leichtes Pulver d»'welches unter dem Mikroskop untersucht aus kleinen sphärischen Mo' ekülen besteht; es ist geruchlos und geschmacklos, unlöslich in Wass 6 'kaltem Alkohol und Aether, aber löslich in kochendem Weingeist lUlAether; seine Lösungen sind ohne Reaction auf Pflanzenfarben. W lfdas Cerebrin mit kochendem Wasser behandelt, so quillt es wie Star*auf und verwandelt sich in eine Emulsion. Auch von verdünnten AH 5lien und von Säuren wird das Cerebrin nicht aufgelöst. Von kochen' 1Salzsäure, von Schwefelsäure und von Salpetersäure dagegen wirdzersetzt. Das Product der Zersetzung des Cerebrins durch Salpetersä u