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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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568
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Bildung-,

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Verbindungen unbekannter Radicale.

Uramil: C 8 H 5 N 3 0 6 , einen in seideglänzenden, kleinen Nadeln Wstallisirenden Körper ab.

Salpetersäure verwandelt das Alloxantin in Alloxan. Eine am» 10 'niakalische Auflösung des Alloxantins geht an der Luft unter Sauerstoff'absorption und Bildung von Wasser in oxal ursaures Ainmoiiisüber.

Bildung. Das Alloxantin entsteht durch Einwirkung von S e "verdünnter Salpetersäure auf Harnsäure, oder besser noch durch Behau' 1 'lung von Alloxan mit reducirenden Agentien. Die einfachste Metho 0 -seiner Darstellung besteht darin, eine Auflösung von Alloxan mit Sch^ e 'felwasserstoffgas zu sättigen. Mit dem abgeschiedenen Schwefel $1'das Alloxantin nieder, und wird durch Uinkrystallisiren aus Wasser g ereinigt. Auch bei der Zersetzung des Caffei'ns durch Chlor soll 9*Alloxantin bilden. Das Alloxantin ist noch nicht als Bestandteil o c ''Organismus nachgewiesen.

4atic

Eigen-schaften

Vorkom

snen.

Bildungund Dar-stellung-.

Allan toi n.

C s H 6 N 4 0 6 .

Das Allantoin bildet wasserhelle, glasglänzende, farblose prism»".sehe Krystalle. Es ist geschmack- und geruchlos, ohne Reactioi) a 'Pflanzenfarben, ziemlich schwierig löslich in kaltem Wasser, leichtev' 'kochendem, und löslich in heissem Alkohol, unlöslich aber in Aeth 6 'Auch von kohlensauren und ätzenden Alkalien wird das Allantoin o' 1 "'Zersetzung aufgelöst. Beim Erhitzen zersetzt es sich, und verbrennt ob 1Rückstand. Wird Allantoin mit Alkalien gekocht, so verwandelt es s> 1in Oxalsäure und Ammoniak:

C s H 6 N 4 0 6 + 10 HO = 2 (C 4 H, 0 8 ) -f- 4 NH,Allantoin Oxalsäure.

Durch Bleisuperoxyd oder Salpetersäure geht es in Harnstoff ul)eine noch wenig gekannte Säure, Allantoinsäure, über.

Eine Lösung von Allantoin mit Hefe versetzt, und bei 30° C. steBgelassen, zersetzt sich unter Bildung von Harnstoff, oxalsaurem und k°lensaurem Ammoniak und einer noch nicht näher studirten Säure.

Das Allantoin geht mit mehreren Metalloxyden krystallisirbare » ebindungen ein, so mit Silber-, Quecksilber-, Kupfer-, Blei-, Kadmi'" 1und Zinkoxyd. Die Silberoxydverbindung: C 8 H 6 N 4 0 5 , Ag 0, f"aus einer gesättigten Allantoinlösung auf Zusatz von salpetersaui' 6iSilberoxyd-Ammoniak in weissen Flocken heraus. Mit Quecksilbero*}verbindet sich das Allantoin wie der Harnstoff in mehreren Verhältnis^

Vorkommen. Das Allantoin ist zunächst, und daher sein N a|1 .ein Bestaudtheil der Allantoisflüssigkeit der Kühe, findet sich aber a uim Kälberharn, und ist gleichfalls im Hundeharn einige Male beobacht

Bildung und Darstellung. Das Allantoin wird bei der OW

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