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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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567
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C 8 H,N a O

fr Das Alloxan krystallisirt mit 2 Aeq. Krystallwasser in octaedrischen Eigcn-

Stallen, mit 8 Aeq. Krystallwasser in grossen Prismen. Das AI- sc

a " ist löslich in Wasser, die wässerige Lösung färbt die Haut roth,

^ ertheilt ihr einen widrigen Geruch, sie röthet Lackmus. Bei

,J 160°C. verliert das Alloxan sein Krystallwasser, bei höherer

erri perätur wird es zersetzt. Mit sauren schwefligsauren Alkalien geht

' ähnlich hierin den Aldehyden, krystallisirende Doppelverbindungen ein.

Salpetersäure oxydirt es zu Kohlensäure und Parabansäure (s.

e S. 387), Bleisuperoxyd verwandelt es in Kohlensäure, Harn-

di e

°*i und Oxalsäure, durch Schwefelwasserstoff und andere reduci-

ue Agentien wird es in Alloxantin verwandelt, auch durch blosses

c hen seiner wässerigen Lösung geht es in Alloxantin und Parabansäure

, er ' Mit Barytwasser oder anderen Alkalien behandelt, wird das AI-

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Thionnr-

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, Alloxansäure: C g H 4 N 2 O 10 , übergeführt, die in weissen Nadelnystalliairt. Sie ist zweibasisch und bildet zwei Reihen leicht löslicherystallisirbarer Salze.

l'hionursäure: C 8 H,-, N 3 O v > S 2 . Wird eine Auflösung von Al-

. *an mit schwefliger Säure und hierauf mit Ammoniak gesättigt under auf zum Sieden erhitzt, so scheidet sich thionursaures Animo-' a k in perlmutterglänzeiiden Blättchen ab; die aus dem Ammoniaksalz§ e schiedone Säure ist eine weisse krystallinische, leicht lösliche saurea sse. Di e Säure ist zweibasisch, und ihre Salze entwickeln mit Schwe-de übergössen schweflige Säure.

. Bildung. Das Alloxan bildet sich bei der Einwirkung concentrir- Biidnng.

^ kalter Saliletersäure auf Harnsäure unter gleichzeitiger Bildung -Mit

ab.

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e nsäure und Ammoniak. Das Alloxan scheidet sich alsbald alsSses krystallinisches Pulver ab, und wird durch Umkrystallisiren

Wasser gereinigt. Im Organismus ist das Alloxan noch nichlPfunden.

A 1 1 o x a n t i n.C 8 H B N 3 O 10 .Öas Alloxantin krystallisirt in kleinen farblosen Prismen, die in Etgen-

j '"oniakhaltiger Luft eine rosen- bis purpurrothe Färbung annehmen.

lial tem Wasser ist es schwer löslich, leichter in kochendem. Die-

n gen reagiren sauer, und geben mit Barytwasser einen tief violettblauen

Verschlag. Salmiaklösung färbt die Lösung anfangs roth, und schei-

et dann