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Amidartige stickstoffhaltige Verbindungen. 56*3
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C 8 H,N a O„
fr Das Alloxan krystallisirt mit 2 Aeq. Krystallwasser in octaedrischen Eigcn-
■ Stallen, mit 8 Aeq. Krystallwasser in grossen Prismen. Das AI- sc
a " ist löslich in Wasser, die wässerige Lösung färbt die Haut roth,
^ ertheilt ihr einen widrigen Geruch, sie röthet Lackmus. Bei
,J — 160°C. verliert das Alloxan sein Krystallwasser, bei höherer
erri perätur wird es zersetzt. Mit sauren schwefligsauren Alkalien geht
' ähnlich hierin den Aldehyden, krystallisirende Doppelverbindungen ein.
Salpetersäure oxydirt es zu Kohlensäure und Parabansäure (s.
e S. 387), Bleisuperoxyd verwandelt es in Kohlensäure, Harn-
di e
°*i und Oxalsäure, durch Schwefelwasserstoff und andere reduci-
ue Agentien wird es in Alloxantin verwandelt, auch durch blosses
■ c hen seiner wässerigen Lösung geht es in Alloxantin und Parabansäure
, er ' Mit Barytwasser oder anderen Alkalien behandelt, wird das AI-
'°^> in
Thionnr-
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, Alloxansäure: C g H 4 N 2 O 10 , übergeführt, die in weissen Nadelnystalliairt. Sie ist zweibasisch und bildet zwei Reihen leicht löslicherystallisirbarer Salze.
l'hionursäure: C 8 H,-, N 3 O v > S 2 . Wird eine Auflösung von Al-
. *an mit schwefliger Säure und hierauf mit Ammoniak gesättigt under auf zum Sieden erhitzt, so scheidet sich thionursaures Animo-' a k in perlmutterglänzeiiden Blättchen ab; die aus dem Ammoniaksalz§ e schiedone Säure ist eine weisse krystallinische, leicht lösliche saurea sse. Di e Säure ist zweibasisch, und ihre Salze entwickeln mit Schwe-de übergössen schweflige Säure.
. Bildung. Das Alloxan bildet sich bei der Einwirkung concentrir- Biidnng.
■^ kalter Saliletersäure auf Harnsäure unter gleichzeitiger Bildung -Mit
ab.
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e nsäure und Ammoniak. Das Alloxan scheidet sich alsbald alsSses krystallinisches Pulver ab, und wird durch Umkrystallisiren
Wasser gereinigt. Im Organismus ist das Alloxan noch nichlPfunden.
A 1 1 o x a n t i n.C 8 H B N 3 O 10 .Öas Alloxantin krystallisirt in kleinen farblosen Prismen, die in Etgen-
j '"oniakhaltiger Luft eine rosen- bis purpurrothe Färbung annehmen.
lial tem Wasser ist es schwer löslich, leichter in kochendem. Die Lö-
n gen reagiren sauer, und geben mit Barytwasser einen tief violettblauen
Verschlag. Salmiaklösung färbt die Lösung anfangs roth, und schei-
et dann