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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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Glucoside.

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G

er Uch und widrig bitterem Geschmack in den Handel. Durch Extraction1 Wasser und Eindampfen im luftleeren Kaum erhält man daraus das

Das Alo'in bildet farblose sternförmig gruppirte Nadeln, die in kochen-

1X1 Wasser und Alkohol löslich sind, anfangs sfisslich, dann bitter

"Becken, bei 100° C. ihr Krystallwasser verlieren, dann schmelzen und

höherer Temperatur zersetzt werden. Auch durch Kochen mit Säu-

'lu

und Alkalien zersetzt sich das Aloi'n unter Bildung harzartiger Pro-

cte.

Mit Brom verbindet es sich zu einem, in gelben Nadeln krystalli-

Br 3 0 14 .

""enden Körper, dem Tribromaloi'n: C 34 H 15Mit Salpetersäure behandelt, geht es inChrysamminsäure: C ]4 II 2 (N() 4 ) 2 0 4 , über, die man am einfach-

en durch

cl lr .Sal

längeres Kochen der Aloe mit Salpetersäure, Concentriren der

Chrysam-minsäure.

und Neutralisation mit kohlensaurem Kali erhält, wobei sichysamminsaures Kali abscheidet, welches in Wasser gelöst und durchP e tersäure zerlegt wird.

Die Chrysamminsäure, wie aus obiger Formel hervorgeht, eine Nitro-stellt ein grünlich gelbes krystallinisches Pulver dar, welches annur wenig abgibt, das sich aber dadurch purpurroth färbt,-"er in Alkohol und Aether, so wie in starken Sauren leichter löst.Chrysamminsäure schmeckt sehr bitter und verpufft beim Erhitzen.

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Salze sind alle sehr schwer löslich und ausgeseichnet durch einenö nen goldähnlichen Metallglanz.-Das chrysamminsäure Kali stellt goldgrüne Blättchen oder bei

e m Erkalten der Lösung abgeschieden ein carminrothes krystallini-

68 Pulver dar; das Baryt salz ist zinnoberroth und wird durch Reiben

. .^'glänzend.

Auch die chrysamminsauren Salze verpuffen beim Er-

. n - Bei der Behandlung mit kochendem Ammoniak geht die Chrysam-

au re in metallisch grün glänzende Nadeln von Chrysamminamid

aus dessen Lösung durch Säuren die dunkelolivengrüne Krystalle

Durch Salpetersäure

'«in,

nde Amido chrysamminsäure gefällt wird.^. letztere wieder in Chrysamminsäure über. Die Zusammensetzung\ >. er Körper ist noch nicht festgestellt. Beim Kochen mit Schwefel-Huf "' '° st s ' cn ^ ie Chrysamminsäure zu einer intensiv blauen Flüssigkeitfr ' a us der sich beim Erkalten Hydrochrysamid: C 14 H c N 2 0 6 , inL a 'len ausscheidet, die in durchfallendem Lichte blau, in reflectirtemv er roth erscheinen.

Anthiarin.

und *J C 28 H 20 O 10ata 0.

occotr 1 "' v 0 8t der wirksame Bestandtheil des Upasgiftes ( Upas Antiar), welches

imli 0 '' 6 ' Javanesen aus Anihiaris toxicaria bereitet wird und zum Vergif-

Chrysara-

mimmiid.

Amido-chrysam-minsäureund Jly-drochrysa-mid.