406 Mehratomige Alkohol- u. ihnen correspondirende Säureradical
Die Glyceride sind etweder neutrale, ölartige Flüssigkeiten, 0^meist in Wasser unlöslich, leicht löslich aber in Aether, oder feste od efestweiche, in Wasser unlösliche, krystallinische Stoffe.
Vorkommen. Die Glyceride gehören zu den verbreitetsten" oi'g"nischen Verbindungen des Thier- und Pflanzenreichs. Sie sind näml> cdie wesentlichen Bestandteile der Fette, die so, wie sie in « Lsentiiciien Natur vorkommen, Gemenge verschiedener Glyceride der verschiede»flüchtigen und nichtflüchtigen Fettsäuren der Gruppe: C n H n 0 4 , undOelsäure darstellen.
Bildung und Darstellung. Die Glyceride bilden sich, *«Glycerin mit den betreffenden Säuren in zugeschmolzenen GlasröWlängere Zeit erhitzt wird, ferner bei der Einwirkung der Chlorwasserst 0säure auf eine Mischung des Glycerins mit der Säure, endlich zuwe>auch bei der Zersetzung der zusammengesetzten Aetherarten durch Glcerin. Abgesehen von dieser künstlichen Darstellung können meWgGlyceride auch aus den Fetten, in welchen sie enthalten sind, abgesci' 1den werden.
Wir werden im Nachstehenden die wichtigeren Glyceride ein! 1anführen:
Vorkom-men.
Sie sinddie -vve-
theile derFette.
Bildungund Dar-stellung.
Ti'ibutyviu.
Es
(C 4 H 3 0 2 ) 3
in
0 6
ssigsäure-Triglycerid, Triessigsäure-Glyceryläther, Triacetin
n Wasser unlösliche, flüchtige neutrale Flüssigkeit von 1,174 specif & eWird durch Erhitzen von Diacetin mit überschüssiger Essigsäure erhal«
Essigsäure-Diglycerid, Diessigsäure- H. (C,Glyceryläther, Diacetin
h o 3 ) 2 ;in
C 6 H 5 i
Oi
V
Mit wenig Wasser mischbare, in Aether lösliche, bei — 40° C. erSrende Flüssigkeit. Entsteht bei längerem Erhitzen von Essigsäurehy^*mit Glycerin auf 200° C.
i .Essigsäure-Monoglycerid, Monessigsäure- H 2 . C 4 II 3 Odn,
Glyceryläther, Monacetin
C fi H s
Der obigen Verbindung ähnliche Flüssigkeit. Entsteht beim Erhitzen *"
Glycerin mit Essigsäure auf 100° C.
iButtersäure-Triglycerid, Tributtersäure- (C s H 7 0 2 ) 3
Glyceryläther, Tributyrin p"fr
neutrale ölartige Flüssigkeit, die einen Bestandteil der Kuhbutter ausm»"' 1
sind
h « Ze0 6 % G
Dibutyrh.und Mo-Dobutyrii
. H.(C 8 H 7 0 2 ) 2 ) H 2 .C 8 H 7 0 2ft
Dibutyrin in i0 6 u.Monobutymn ||J_ '
C fi IL
c«a
verhalten sich ganz ähnlich. Alle drei können künstlich durch Erln^ 6von Buttersäure mit Glycerin dargestellt werden.