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2 (1862) Lehrbuch der organischen Chemie für den Unterricht auf Universitäten, technischen Lehranstalten und für das Selbststudium
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V o r w o r t,

indem ich den zweiten Band meines Lehrbuches der Chemie' lle mit der Oeffentlichkeit übergebe, möge es mir vergönnt sein, dieGrundsätze, welche mich bei der Ausarbeitung desselben leiteten,111 Kürze darzulegen.

Es gibt wohl kaum einen Zweig der Naturwissenschaften, in

Welchemdas System" zu grösserer Bedeutung gelangt wäre, wie

111 der organischen Chemie. Was die organische Chemie Heute ist,

ls t sie durch die zahlreichen epochemachenden Entdeckungen, die

aus der Ausbildung des Systems hervorgewachsen sind. Die Radical-

und Typentheorie, die Lehre von der Substitution, selbst aus der

Interpretation von Thatsachen grossentheils hervorgegangen, haben

ae n Boden befruchtet, dem gegenwärtig schon so vielverheissende

Maaten entsprossen sind. Dieser Sachlage gegenüber die organischen

erbindungen in sogenannte Familien zusammenzufassen, deren

and kein in der chemischen Constitution und den genetischen

Beziehungen wurzelndes, sondern ein mehr äusserliches, vielfach auf

Ve nig wesentliche Analogien sich beziehendes ist, scheint mir nicht

ae hr an der Zeit zu sein. Müssen wir dieses Eintheilungsprincip

s Nothbehelf auch heute noch bei jenen Verbindungen anwenden,

Über deren Constitution bestimmte Anhaltspunkte nicht gewonnen

Srft d, so liegt darin geradezu eine Aufforderung, es da aufzugeben,

Vo es durch ein rationelleres ersetzt werden kann.

Ich habe demgemäss eine systematische Eintheilung überall da

Anwendung gebracht, wo sie möglich war, und alle organischen

6r bindungen, über deren chemische Constitution bestimmte An-

nten vorliegen, in der Weise in das System eingereiht, dass als