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1 (1863) Lehrbuch der anorganischen Chemie : mit Einschluss der experimentellen Technik
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Wolfrara-säure.

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Metalle.

nicht verändert, aber als Pulver beim Erhitzen an der Luft zu "Wolfram-säure verbrennt. ,

Man gewinnt es durch Reduction von Wolframsäure mittelst Kohleoder Wasserstoff in sehr hoher Hitze.

Von seinen Verbindungen ist die wichtigste die Wolframsäure:W0 3 .

Die Wolframsäure stellt ein schön gelbes Pulver oder krystallisirtrectanguläre Prismen von dunkelolivengrüner Farbe dar , und bildet mitBasen die wolframsauren Salze. Die Verbindungen mit denAlkalien, durch Auflösen der Wolframsäure in kaustischen Alkalien dar-gestellt, sind in Wasser löslich, und krystallisirbar, Säuren schlagen ausihren Auflösungen unreine Wolframsäure nieder. Sehr charakteristischist das Verhalten der Wolframsäure zu reducirenden Agentien. Fälltman aus einem löslichen wolframsauren Salz die Wolframsäure, und bringtnun in die Flüssigkeit, in welcher der Niederschlag von Wolframsäuresuspendirt ist, Zink und Salzsäure, so erhält man eine tief blau gefärbteLösung von wolframsaurem Wolframoxyd: W0 2 , W0 3 ; behandeltman wolframsaures Natron mit Wasserstoffgas oder anderen Reductions-mitteln in der Hitze, so bildet sich wolframsaures Wolframoxyd-Natron: NaO, W0 3 . W0 2 , W0 3 ; diese Verbindung stellt metallisch-glänzende goldgelbe Blättchen dar (Wolframbronze).

Von den wolframsauren Salzen findet sich natürlich der wolfram-saure Kalk alsScheelit, der auch künstlich dargestellt werden kann, unddas wolframsaure Eisenoxydul-Manganoxydul als Wolfram. LetzteresMineral ist das häufigste Wolframerz und kann ebenfalls auf künstlichemWege in den Krystallformen des natürlichen erhalten werden.

Auch Verbindungen des Wolframs mit Schwefel, Chlor und Stick-stoff sind bekannt.

Die Wolframsäure wurde von Scheele 1781 als eine eigenthüm-liche erkannt, das Metall selbst aber erst einige Jahre später von denGebrüdern De-Lugart isolirt.

Molybdän.

Symb. Mo. Aeq. 48. Specif. Gewicht 8,G4.

Eigen-schaften.

Das Molybdän ist ein silberweisses, stark glänzendes, sprödes Me-tall. Es ist im höchsten Grade streng-flüssig, läuft an der Luft allmählichan, und verbrennt beim Erhitzen an der Luft zu Molybdänsäure. In Sal-petersäure und kochender Schwefelsäure löst es sich auf.

Man erhält das Molybdän am besten durch Reduction des Molyb-dänchlorids mittelst Wasserstoff in hoher Hitze.

Das Molybdän findet sich in der Natur nicht gediegen, sondern vor-zugsweise an Schwefel gebunden als Molybdän glänz, ein dem äusseren