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1 (1863) Lehrbuch der anorganischen Chemie : mit Einschluss der experimentellen Technik
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Metalle.

Findet sich in manchen Brunnenwässern und bildet sich in den Sal-peterplantagen. Wird durch Auflösen von kohlensaurer Magnesia in Sal-petersäure und Abdampfen erhalten.

Phosphor-saureBittererde.

Phosphorsaure Magnesia: 2 MgO, HO, P0 5 + 14 aq.

Man erhält diese Verbindung als amorphen Niederschlag durch Fäl-lung einer concentrirten Lösung von schwefelsaurer Magnesia mit gewöhn-lichem phosphorsauren Natron. Aus verdünnten Lösungen der beidenvermischten Salze scheidet sie sich allmählich in sechsseitigen Säulen undNadeln ab. Die Krystalle verwittern an der Luft sehr rasch. Sie sindin Wasser schwer löslich, aber löslich in Säuren. Wenn man die Ver-bindung mit Wasser kocht, so zerfällt sie in Phosphorsäure und in einbasisches Salz.

Die phosphorsaure Bittererde ist ein Bestandtheil der Getreidearten,namentlich der Samen, ferner der Knochen der Thiere und mancher pa-thologischen Concretionen (Blasen- und Darmsteine).

Kieselsaure MagnesiaKieselsaure bildet mehrere wichtige Mineralien. Von diesen sind zu nennen:

Bittererde.

Speckstein: 3 MgO, 4 Si0 2 . Findet mannigfache Anwendung alsMittel zum Ausmachen von Flecken, als Putz- und Polirpulver, zur Ver-fertigung von Gasbrennern u. dgl. m.

Meerschaum: 2 MgO, 3 Si0 2 -f- 2 aq. Seine Anwendung zuPfeifenköpfen ist bekannt.

Talk mit seinen Varietäten. Bildet eine eigenthümliche Gebirgs-art: den Talkschiefer und den sogenannten Topfstein. Wird zuSchminke, zur Fertigung von Geschirren u. dgl. verwendet.

Serpentin oder Ophit: 3 MgO, 2 Si 0 2 -f- 2 aq., bildet eineeigenthümliche Gesteinsart: den Serpentinfels. Findet zur An-fertigung von Reibschalen und anderen chemischen Geschirren An-wendung.

Chrysolith: 2 MgO,Si0 2 , wird zu Schmuckgegenständen ver-arbeitet. Ist ein charakteristischer Gemengtheil von Basalten und basal-tischen Laven.

Verbindungen der Magnesiasalze mit anderen Salzen.Magnesia-Doppelsalze.

Magnesia- Die Magnesiasalze haben eine ausgesprochene Neigung, sogenannte

saiM Pe " Doppelsalze zu bilden. Von den zahlreichen derartigen Doppelsalzenmögen nachstehende besondere Erwähnung finden: