107
das Hämoglobin in Pigment (Melanin) verwandelnd. SchliesslichSporulation, Zerfall des rothen Blutkörperchens, Freiwerden derSporen.
Man unterscheidet 3 verschiedene, den einzelnen Fiebertypender Malaria entsprechende Varietäten der Malariaplasmodien:
1. den Quartanparasit, Erreger des Quartanfiebers,
2. der Tertianparasit, Erreger des Tertianfiebers und3- der Q.uotidianparasit, Erreger der Quotidiana.Vorkommen: Nachweisbar im Blut Malariakranker. Veg
tion ausserhalb des Menschen noch unbekannt.Uebertragimg durch Insekten wahrscheinlich.
Die Untersuchung des Blutes aufPlasmodien.
Es wird lege artis ein Blutstropfen aus der Fingerkuppe oderaus dem Ohrläppchen entnommen. Der Blutstropfen wird entwederals solcher (natives Präparat), oder nach vorheriger entsprechenderPräparation untersucht. Bei nativen Präparaten geschieht dieUntersuchung wie bei einem gewöhnlichen Blutpräparat. Es empfiehltsich nur in diesem Fall bei etwas gedämpfter Beleuchtung zuarbeiten.
Trockenpräparate werden wiederum in üblicher Weise her-gestellt. Bei der Färbung verfährt Laveran in folgender Weise:Die gedörrten Präparate kommen auf eine kurze Weile in ein Ge-misch von gleichen Theilen Aether und Alkohol; man macht dasin der Weise, dass man einen Tropfen des Gemisches auf ein Deck-glas bringt und ihn verdunsten lässt. Hierauf wird in einerwässerigen concentrirten Methylenblaulösung eine kurze Weile(Vä Minute) gefärbt, in Wasser abgespült, getrocknet und einge-schlossen. Behufs Doppelfärbung kann man noch vorher in einerwässerigen Eosinlösung färben. Die Plasmodien, die Halbmond- unddie Gänseblümchenform erscheinen blau gefärbt, die Geisseiträgerdagegen ungefärbt.
Nach Plehn verfährt man wie folgt: Die lufttrockenen Prä-parate kommen auf 3—5 Minuten in Alkohol und hierauf in fol-gendes Färbegemisch: