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ein kleiner Einstich gemacht und so die vordere Augenkammer er-öffnet. Man bringt dann mit der Platinnadel den betreffenden In-fectionsstoff in die letztere hinein.
I
Speeieller Theil.
Kommabacillus der Cholera asiatica.
Koch.
im Jahre 1883 brach in Aegypten die Cholera aus. Zum Stu-dium derselben wurde eine französische und eine deutsche Expe-dition entsendet. Die deutsche Expedition unter Koeh's Leitungsetzte ihre Untersuchungen in Indien, in der Heimath der Cholera,fort. Im Mai des Jahres 1884 theilte Koch der Choleraconferenz.welche in Berlin abgehalten wurde, die Resultate seiner Unter-suchungen mit. Nach denselben ist als Erreger der Cholera einStäbchen anzusehen, welches sich immer in den DarmentleerungenCholerakrankcr befindet und welches Koch auch im Wasser einesTanko in der Nahes von Calcutta nachweisen konnte.
Die Resultate der deutschen Expedition basirten auf Obdue-tionen von 11 Cholerafällen'in Aegypten und 42 in Indien undauf die Untersuchung von Dejecton von 32 Cholerakranken.
Morphologische und biologische Eigenschaften.
Die Cholerabacillen sind lebhaft bewegliche Stäbchen, dickerund kürzer als der Tuberkolbacillus (etwa V« oder höchstens V» solang) und etwas gekrümmt, wodurch sie die Form eines Beistricheserhalten. Häufig treten sie paarweise auf und lagern so an ein-ander, dass sie einen Halbkreis oder eine S-Form bilden. In künst-lichen Culturen, besonders in älteren (selten im Choleradarm) findetman fadenförmige Verbände, welche sieh bei Untersuchung imlebenden Zustande (im hängenden Tropfen) als Spirillen erweisen.Die Spirillen sind als Involutionserscheinungen aufzufassen. Siesind auch thatsächlich dicker als die Stäbehen, die die Kommaformbeibehalten haben. Ausserdem findet man in Präparaten von Rein-culturen Stäbchen, die die charakteristische Krümmung nicht auf-weisen, sondern gerade gestreckt sind.
An einem Ende befindet sich eine gebogene Geissei, die 1—l l / 2