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war mit einer wässrigen Flüssigkeit gefüllt, die Kommabacillen ent-hielt. Es wurde ein der Cholera des Menschen ähnliches, aberkeineswegs identisches Bild erzielt.
In den letzten Jahren wurden auch Versuche mit Cholera-culturen an Menschen angestellt. Diesen Wog betraten zuerstPettenkofer und Emmerich, indem sie selbst eine Quantitäteiner Choleracultur einnahmen. Weiter wurden Versuche im hie-sigen Stricker'schen Institut angestellt. Diese Versuche ergabenaber keine einwandfreien Resultate. In den diarrhöischen Stühlenwaren zwar Kommabacillen enthalten, das klinische Bild aber warkeineswegs das einer Choleraerkrankung, sondern es wurde beson-ders in einem Fall eine acute Gastroenteritis hervorgerufen.
Das Choleragift. Cantani fand, das die Cholerabacillen einGift produciren, welches Brieger zu isoliren gelang. Er fandnämlich neben dem Cadaverin, Putrescin und Cholin speeiiischeToxine, welche durch die Einwirkung der Kommabacillen entstehen.
Meerschweinchen erweisen sich für das Choleragift als sehrempfänglich. Wenn man von einer jungen Agarcultur eine Auf-schwemmung im sterilen Bouillon herstellt (15 mg. der Agarculturauf 350 gr. Körpergewicht des Thieres) und dieselbe einem Meer-schweinchen intraperitoneal injicirt, so tritt ein Vergiftungseffectnach wenigen Stunden auf. Die Temperatur sinkt, das Thier wirdmatt, die hinteren Extremitäten in einem lähmungsartigen Zustand,es treten von Zeit zu Zeit flbrilläre Zuckungen auf und nach ca.16 Stunden ist das Thier todt. Wenn man aber Meerschweinchenintraperitoneal durch Erhitzen abgetödtete Choleraculturen einver-leibt und nachher intraperitoneal eine Boiüllonaufschwemmung voneiner virulenten Choleracultur injicirt, so treten die erwähnten letalausgehenden Zustände nicht auf, sondern es stellt sich nur einevorübergehende Allgemeinerkrankung ein: Es handelt sich in diesemFall, wie Pfeiffer und Wassermann gezeigt haben, nicht um eineImmunisirung des Thieres, sondern um eine Erhöhung der bak-terienschädigenden Eigenschaften der Körpersäfte der Thiere. DasBlutserum von Menschen, die Cholera asiatica überstanden haben,besitzt ebenfalls Meerschweinchen schützende Eigenschaften.
Fiii'buiig-siiiethoden.
Deckgläser färbt man in wässrigen kalten oder erwärmtenAnilinfarbstofflösungen.
Schnitte färbt man 24 Stunden in den gewöhnlichen' Anilin-farbstoff 1 ösungen.
Bei der Gram'schen Methode entfärben sieh die Kömma-bacilleu.