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Befruchtung,
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hindurchschlüpften, aber beim wiederholten Filtriren immer ein neuerTheil derselben auf dem Filtrum zurüekblieb.
Die Beweglichkeit der Spermatozoiden ist nothwendig zur Befruch-tung. Man hat keine Befruchtung erzielt durch Spermatozoiden, welchedieselbe bereits verloren hatten. Andererseits scheinen aber nicht alleSpermatozoiden, die noch beweglich sind, im Stande- zu sein, zu be-fruchten. Schenk hat Samen frieren lassen, hat ihn dann wieder auf-gethaut und die Spermatozoiden durch eine Temperatur von 30° — 40°wieder zur Bewegung gebracht; es ist aber nicht gelungen mit diesemSamen noch Befruchtung zu bewirken.
Wie geht nun die Befruchtung vor sich? Worin besteht der Actder Befruchtung? Eine lange Zeit hatte man die Spermatozoiden immernur an der Oberfläche des Eies gesehen. Ein englischer Beobachter,Barry, gab freilich schon vor mehr als 30 Jahren an, er habe im Innerneines Kaninchenei's ein Spermatozoid gesehen, aber es hat ihm Niemandgeglaubt: er hatte sich in einem andern Punkte getäuscht, und deshalbhat man dieser Angabe keine weitere Aufmerksamkeit geschenkt. Danngab Newport an, er habe Spermatozoiden in die Eier der Erösehe ein-dringen sehen, und Keber gab an, dass er Spermatozoiden in die Eiervon Muscheln eindringen sah und zwar durch eine eigene trichterförmigeOeffnung, die er mit dem Namen der Micropyle belegte. Zugleich gab erauch an, er habe sie im Innern des Kanincheneies gesehen. Diesemtrat Bischoff entgegen und wies nach, dass das, was Keber vor sichgehabt hatte, kein wahres Kaninchenei gewesen sei, und er bezweifeltedeshalb damals auch die Angaben von Keber über die Mollusken. Ineiner späteren Abhandlung hat er aber diese Angabe von Keber be-stätigt und auch in ein wahres Kaninchenei die Spermatozoiden ver-folgen können. Seitdem ist bei einer grossen Anzahl von Thieren ver-schiedener Ordnungen und Gattungen das Eindringen der Spermatozoidenverfolgt worden, und man hat heutzutage keinen Zweifel mehr darüber,dass dies für die Befruchtung unerlässlich sei.
Wie kommen nun die Spermatozoiden in das Säugethierei hineinund durch die dicke und verhältnissmässig harte Zona pellucida hindurch ?Man sieht auf der Zona pellucida bei starker Vergrösserung eine radialeStreifung, und Pflüg er gibt an, dass die Zellen des Discus oophorusgelegentlich in diese Streifen, die nach ihm von Poren herrühren, hinein-wachsen, die ganze Zona pellucida durchwachsen und dann an der inne-ren Seite in einen Knopf anschwellen, so dass sie wie ein vernieteterNagel in der Zona pellucida stecken. Hienach wird es wahrscheinlich,dass die Zona pellucida des Menschen und der Säugethiere nicht eine,sondern eine grosse Anzahl von Micropylcn habe, durch welche eben dieSpermatozoiden in das Innere des Eies einwandern können.
Wo treffen nun Spermatozoiden und Eier miteinander zusammen?Gewiss treffen sie häufig erst im Uterus miteinander zusammen, nämlichimmer dann, wenn bis zur nächsten Begattung die Eier Zeit gehabthaben ihren Weg durch die Tuben zurückzulegen und im Uterus anzu-langen. Sie scheinen aber auch schon in der Tuba mit dem Samen zu-sammen zu treffen. Dies muss man schliessen aus den Tubarschwancer-schaften, denjenigen Schwangerschaften, bei welchen das Ei sich nichtim Uterus, sondern in der Tuba entwickelt, wenn man nicht annehmen