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2 (1876) Physiologie der Nerven und der Sinnesorgane und Entwickelungsgeschichte
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Theorie der Tonempfindungen.

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hören, und die beiläufig 40 Schwingungen in der Seeunde haben, bis zuden höchsten Tönen, die wir hören, die beiläufig 60000 Schwingungenin der Seeunde haben.

Es entsteht nun die weitere Frage: Wie geht es denn zu, dassdiejenigen Töne, welche viele Schwingungen in der Seeunde haben, andereNervenfasern erregen, als diejenigen Töne, die wenig Schwingungen inder Seeunde haben, und dass die Töne, je nach ihrer Höhe immer nurbestimmte Gruppen von Nervenfasern in Bewegung setzen? Um das zuverstehen, müssen wir näher auf die Art und Weise eingehen, wie sichacustische Wellensysteme zusammensetzen und zerlegen lassen. Wir wollenhier der Einfachheit, halber vorläufig annehmen, dass die Verschiebung derMoleküle relativ sehr klein sei, dass wir sie im Verhältniss zum Abständeder Moleküle als so klein betrachten können, dass es erlaubt ist, diedurch die Verschiebung hervorgebrachte Aenderung in der Dichtigkeitund deren Wirkung zu vernachlässigen. Dann setzen sich die Wellcn-systeme einfach algebraisch zusammen, in der Weise, wie man es anden Wellenmodellen sichtbar darstellen kann.

Nun denken Sie sich, ich hätte ein Wellensystcm von pendel-artigen Schwingungen, von Schwingungen, wie sie eine Stimmgabel gibt,welche ich dadurch hörbar mache, dass ich sie über einen Resonatoroder irgend einen anderen Hohlkörper halte. Die Schwingungszahl diesesWellensystemes soll n sein, und es sei durch die beistehende aus Helm-holtz' Werk über Tonempfindungen entnommene Figur 65 in A dar-

Fig. 65.

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gestellt. Nun denke ich mir, ich hätte ein zweites Wellensystem, welchesdie Schwingungszahl 2 n hat. Es sei in Fig. 65 ß dargestellt. Wennich mir diese beiden Wellensysteme zusammengelegt denke, so würdeich dadurch eine neue Curve C bekommen, die zwar noch dieselbenAbstände der Maxima und dieselben Abstände der Minima hat, welche