Inneres Ohr,
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tion zwischen der atmosphärischen Luft und der Luft in der Trommel-höhle hergestellt, so dass sich der Druck der Luft in der Trommelhöhlenicht wesentlich von dem der atmosphärischen entfernen und folglichauch keinen Einfiuss auf die Spannung des Trommelfells üben kann.Anders verhält es sich, wenn die Tuba Eustachii verstopft ist. Dannkann der Druck in der Trommelhöhle über den atmosphärischen steigenoder unter denselben sinken und wird in beiden Fällen einen Einfiussauf die Spannung des Trommelfells haben. Dieser ist, wie die Erfahrunglehrt, im hohen Grade nachtheilig. Davon kann man sich überzeugen,wenn man bei geschlossener Nase die Luft aus der Trommelhöhle an-saugt, oder Luft in dieselbe hineinpresst. Der Arzt ist deshalb' nichtselten im Falle durch Katheterismus die Tuba Eustachii wieder wegsamzu machen, um das Trommelfell wieder unter normale Verhältnisse zuversetzen.
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Inneres Ohr.
Wir sind nun den Schallwellen in die Tiefe, bis zum inneren Ohre,gefolgt. Wir haben gesehen, dass sie theils durch feste Theile und theilsdurch die Luft übertragen werden. Von jetzt an wird eine Flüssigkeitin Bewegung gesetzt, und diese erregt wieder durch ihre Bewegungendie Endigungen des N. acusticus. Nun zerfällt bekanntlich das innereOhr in zwei Theile. Den einen stellt die Schnecke, den andern dasLabyrinth mit den Bogengängen und Ampullen dar. Es fragt sich zu-nächst : Wozu dienen die Bogengänge ? Man hat die Behauptung aufge-stellt, dass die Bogengänge dazu dienen, die Bichtung wahrzunehmen,aus welcher der Schall kommt, und man kann nicht läugnen, dass dieAnordnung derselben in drei fast senkrecht aufeinander stehenden Ebenen,die mit merkwürdiger Begelmässigkeit fast durch die ganze Wirbelreihehindurchgeht, zu einem solchen Gedanken Veranlasung gibt. Nichts destoweniger lässt sich darthun, dass diese Idee unbegründet ist. In wie weitwissen wir denn überhaupt, woher der Schall kommt? Wir wissen es,in so weit wir wahrnehmen, dass wir mit dem rechten oder linken Ohrestärker hören. Weiter nicht. Man verbinde einem Menschen die Augenund halte ihm eine tickende Uhr in der Medianebene bald vor die Stirn,bald über den Scheitel, bald vor das Kinn oder hinter den Hinterkopfund frage, wo sieh die Uhr befinde. Allerdings gibt er häufig ihren Ortrichtig an, aber häufig auch unrichtig. Wenn wir aber eine unmittelbareWahrnehmung von der Bichtung, aus welcher der Schall kommt, hätten,müsste der Ort der Uhr unter allen Umständen richtig angegeben wer-den, • was nicht der Fall ist. Es zeigt aber auch schon die Erfahrungdes gewöhnlichen Lebens, dass wir keine directe Wahrnehmung von derBichtung haben, aus welcher uns der Schall zukommt. Worauf beruhendie Künste der Bauchredner ? Was thut der Bauchredner ? Er kann nichtsAnderes, als seine Sprache mit seinem Kehlkopfe und seinen Mundwerk-zeugen hervorzubringen, er kann die Schallquelle nicht an einen andernOrt verlegen, aber er verändert den Ton seiner Stimme, er spricht ein-mal, wenn er sich selbstredend einführt, mit dem lauten und hellen Toneseiner Stimme, dann dämpft er den Ton, er verschleiert ihn und suchtzugleich die Vocale und die Consonanten hervorzubringen, ohne dass er