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Gehör.
Moleküle auf die Wand selbst übertragen wird. Mit dieser Zurück werfungdes Schalles unter demselben Winkel, unter dem er eingefallen ist,hängt bekanntermassen das Echo zusammen. Wir haben ein Echo, wennwir uns in einer so bedeutenden Entfernung von einer ausgedehntenfesten Wand befinden, dass der refiectirte Schall an unser Ohr gelangt,wenn schon der Eindruck des ursprünglichen Schalles erloschen ist.Durch mehrfache Reflexionen entsteht das mehrfache Echo. Es hängtmit der Reflexion aber auch die Störung zusammen, welche in grossenRäumen durch den Wiederhall entsteht, die Störung, die in grossenRäumen für Sprechende, z. B. für Kanzelredner in nicht acustisch ge-bauten Kirchen fühlbar ist, die Störung, welche entsteht in zu grossenund unzweckmässig angelegten Theatern und Concertsälen dadurch, dassdie reflectirten Wellen und die ursprünglichen für den Hörenden zuweit auseinander fallen, so dass Unordnung in die Gehörswahrnehmungenkommt.
Durch die Reflexion des Schalles ist es möglich, die lebendige Krafteiner Schallwolle für einen entfernten Ort besser zusammen zu halten,als dies geschehen wäre, wenn man die Schallstrahlen nach allen Seitensich hätte ausbreiten lassen. Wenn Sie z. B. in eine Röhre hineinsprechen,so wird von den Wänden der Röhre der Schall reflectirt, und die Schall-wellen müssen sich der Röhre entlang bewegen. Nahezu die ganze leben-dige Kraft wird auf Luftschichten von verhältnissmässig geringem Quer-schnitt übertragen, die sich in dieser Röhre befinden. Darauf beruhendie Sprachröhren, welche man in den Gebäuden anbringt, um sich vonverschiedenen Räumen aus mit einander zu besprechen. Darauf beruhenauch die Hörrohre, die Schwerhörigen gegeben werden, damit sie mitihrer Umgebung sieh verständigen können. Dieselben haben sehr ver-schiedene Formen, die man ohne eigentliche theoretische Grundlage viel-fach geändert hat. Das Wesentliche, allen Gemeinsame ist aber, dasssie ein verengertes Ende haben, welches in das Ohr eingesetzt wird,und ein trichterförmig erweitertes Ende, in welches der Sprechendehineinspricht. Hierauf endlich beruhen auch die Sprachrohre, deren mansich auf Schiffen bedient. Denken Sie sich, Sie hätten ein Paraboloid,und im Brennpunkte desselben befinde sich eine Schallquelle, so werdendie Schallstrahlen, die von dem Brennpunkte ausgehen, alle in einerbestimmten Richtung, alle parallel der Axe des Paraboloids fortgeleitetwerden. Denkt man sich nun das Paraboloid am Scheitel abgestutzt undan den Mund gesetzt, so wird man durch dasselbe die durch die Stimm 0erzeugten Schallwellen in bestimmter Richtung fortleiten können. Das-selbe leistet mehr oder weniger jeder trichterförmige Hohlkörper, dervor den Mund gesetzt wird. Die griechischen Schauspieler hatten der-artige trichterförmige Vorrichtungen vor der Mundöffnung an ihrenMasken, um der Stimme mehr Tragweite zu geben.
Nach den allgemeinen Gesetzen der Wellenbewegung müssen dieSchallwellen auch zur Interferenz kommen. Die Interferenz kann man ambesten an den Schwingungen, welche von einer Stimmgabel ausgehen,zeigen. Von einer schwingenden Stimmgabel gehen Stösse aus an derFläche der Zinken und von dem Räume zwischen den Zinken, indemdiese, wo sie gegen einander schwingen, die Luft verdichten und nachbeiden Seiten hinausstossen. Sie sehen aber leicht ein, dass bei der