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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Der Kehlkopf.

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eigenen Lage ist, so dass sie die Luft immer mit ihrer Schärfe trifft.Wenn sie ihre translatorische Geschwindigkeit schon verbraucht hat, hatsie ihre Botationsgeschwindigkeit noch nicht verbraucht, sie rotirt nochimmer, durch das Botiren ist sie stabil, sie kann also jetzt nicht ohneweiteres herunterfallen, sondern, weil sie senkrecht zu ihrer Fläche derLuft einen grossen, und in der Bichtung der Schärfe einen kleinen Wider-stand bietet, fällt sie in dieser letzteren Bichtung zurück und gelangt indie Nähe dessen, der sie geworfen hat. Die Bewegung nach aufwärtswird noch begünstigt, die nach abwärts verzögert dadurch, dass dasBumarang ganz wenig windschief ist und nun so geworfen wird, dassseine Bewegung eine aufstrebende Componente bekommt, die senkrechtauf der Ebene steht, in welcher es rotirt. Die Wirkung wird hier ganznach demselben Principe erzielt, nach der ein Propeller sein Schiff vor-wärts treibt. An den Bumarangs, die hier als Spielzeug verkauft werden,ist die windschiefe Biegung meist übertrieben. Sie wirbeln zwar jäh indie Höhe, sind aber ungeeignet für den Zweck, zu dem sie erfundenwurden.

Der Mensch ist deshalb ungeeignet zum Fliegen, weil er kein Paarvon Flügeln mit seinen Brustmuskeln in hinreichend starke Bewegungversetzen könnte, um die bedeutende Last seines Körpers in die Lufthinauf zu heben. Schon unter den jetzt lebenden fliegenden Vögeln istkeiner von den Dimensionen und dem absoluten Gewichte des Menschen,und alle fliegenden Vögel haben eine starke Brustbeingrätc und dem ent-sprechend entwickelte starke Brustmuskeln, wie solche dem Menschen nichtzukommen. Der Mensch würde also immer angewiesen sein, sich durchvon anderweitigen Kräften getriebene Maschinen in die Luft heben zulassen; diese selbst repräsentiren dann aber ein solches absolutes Gewicht,dass sie die Kraft nicht aufbringen können, um sich zu erheben, so dassbis jetzt dem Menschen das Erheben in die Luft nur mittelst des Luft-ballons möglich ist.

Stimme und Sprache.Der Kehlkopf.

Zu den combinirten Bewegungen gehören auch die, welche derStimme und Sprache dienen. Die menschliche Stimme wird hervor-gebracht durch die Schwingungen zweier elastischer Membranen, welcheuian mit dem Namen der wahren Stimmbänder bezeichnet. Sie sind aneinem knorpeligen Gerüste befestigt, dessen einzelne Theile durch Muskelnso bewegt werden, dass dadurch die beiden Membranen, die beidenStimmbänder, mit ihren Bändern einander genähert oder von einanderentfernt werden, dass sie angespannt, dass sie erschlafft werden könnenu. s. w. Die Stimmbänder bestehen aus elastischen Fasern, untermischtuiit Bindegewebe, und sind mit ihren vorderen Enden an den Schild-knorpel zu beiden Seiten der Mittellinie desselben angeheftet; mit ihrenhinteren Enden sind sie angeheftet an den Processus vocalis der Giess-beckenknorpel, welche ihrerseits eine Gelenkverbindung haben mit demBingknorpel, mit welchem auch der Schildknorpel Gelenkverbindung hat.