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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Molekularbewegung.

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selbst wenn die physikalischen Symptome der Auscultation und Pereussiondieselbe noch nicht erkennen lassen.

Es kann wohl zweifelhaft sein, ob dieses Instrument in vielenFällen frühere und sichrere Anzeichen der beginnenden Tube reulose gibt,als sie die Auscultation und Pereussion geben kann; aber einen Vorzughat es ohne Zweifel, nämlich den, dass seine Anwendung nicht wie diedes Stethoskops und des Plessimeters die Kenntnisse und die Geschick-lichkeit eines Arztes verlangt. Es können auch Laien damit umgehen;es kann z. B. in dem Bureau einer Lebensversicherungsanstalt oder einerWitwensocietät ein solches Instrument aufgestellt sein, damit jeder, derin die Gesellschaft aufgenommen werden will, hier Proben seiner Vital-capacität ablegen kann. Die wesentlichste Fehlerquelle bei den Bestim-mungen mit dem Spirometer liegt, abgesehen von den individuellen Ab-weichungen von der Hegel, welche vorkommen, in zwei Dingen: Erstensdarin, dass man es durch Uebung an dem Instrumente zu einer grösserenVitalcapacität bringt. Jemand, der zum ersten Male in ein solches In-strument hineinbläst, zeigt in der Pegel nicht seine wahre Vitalcapacität.Er muss sich einigermassen eingeübt haben, um mit der hinreichendenLangsamkeit, Buhe und Stetigkeit auszuathmen, um wirklich alle Luftvollständig in das Instrument hineinzubringen. Eine zweite wesentlicheFehlerquelle liegt darin, dass die Vitalcapacität eine verschiedene ist,je nachdem der Bauch voll, oder je nachdem er leer ist, indem die Be-weglichkeit des Zwerchfelles von der Völle und Leerheit der Bauch-eingeweide abhängt. Sie wissen, dass man Pferden vor dem RennenAbführmittel gibt, damit ihr Zwerchfell beweglicher werde. Auch derMensch kann, wenn er seinen Magen gefüllt hat, sein Zwerchfell nichtso weit nach abwärts bringen, wie er es vermag, wenn derselbe leerist. Es gibt deshalb das Spirometer nicht unter allen Umständen an dem-selben Individuum dasselbe Resultat.

Die Bewegungserscheinungen.

Molekularbewegung.

Sprechen wir, um mit dem Kleinsten anzufangen, zunächst vonder sogenannten Molekularbewegung. Robert Brown, der berühmteenglische Botaniker, entdeckte, dass kleine Körperchen, welche in einerFlüssigkeit flottiren, unter dem Mikroskope niemals ruhig, sondern ineiner steten zitternden und zugleich fortschreitenden Bewegung begriffensind. Er nannte dies Molekularbewegung. Man glaubte anfangs, dassdiese Bewegung nur organischen Substanzen eigen sei, aber später hatman sich überzeugt, dass nicht nur leblose Substanzen, wie z. B. Gumnii-gutt oder die Körner von Tusche, sondern dass auch anorganische Sub-stanzen, z. B. Schwefel, der aus seinen Lösungen im fein vertheiltenZustande gefällt worden ist, unter dem Mikroskope dieselben Erschei-nungen zeigen. Eine wesentliche Frage, welche zu lösen war, war die,°b die Körnchen sich in der Flüssigkeit bewegen, oder ob Bewegungen,kleine Strömchen, in der Flüssigkeit vorhanden sind, durch welche die