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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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WS*

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Spirometrie.

oder senkt den inneren Cylinder so lange, bis beide gleich hoch stehen,und liest dann ab.

Soll ein neuer Versuch gemacht werden, so öffnet man den Hahn x,drückt den inneren Cylinder, während die Luft bei w entweicht, wiederin seine ursprüngliche Lage hinab und schliesst den Hahn y. wieder.Dann beginnt man wie beim ersten Versuche.

Hutchinson, der solche Versuche an einer grossen Anzahl vonIndividuen vornahm, fand, dass die Vitalcapacität, so nannte er dieDifferenz der Luftmengen im Thorax zwischen tiefster Inspirations- undtiefster Exspirationsstellung, bei verschiedenen Individuen sehr verschie-den sei, und er suchte nun zu ermitteln, wovon ihre Grösse abhänge.Er verglich zu diesem Zwecke zunächst gesunde Individuen. Er bestimmteihr Körpergewicht, er bestimmte den Umfang ihres Thorax und ihreKörperlänge. Er fand, dass die Vitalcapacität durchaus unabhängig seivon dem Körpergewichte, dass manchmal sehr schwere Individuen, wennsie zugleich sehr fettleibig waren, ein geringes Luftvolum ausathmeten,während andere, gracile Individuen, die viel leichter waren, eine grössereVitalcapacität hatten. Er fand, dass auch der Thoraxumfang' keinendirecten EinfLuss auf die Vitalcapacität hatte, wohl aber die Körperlänge,und zwar in so entscheidender Weise, dass unter gesunden Individuenfür je 2j Cm. Körperlänge mehr ein Plus an Ausathmungslirft, an Vital-capacität, von 131 Kern, hinzukam. Er hat dies in einer Tabelle ersicht-lich gemacht, in der er die nach diesem Index berechneten Werthe mitden wirklich gefundenen zusammenstellt.

Körperlängein Centimetern

Athmungsgrösse in(gefunden)

Kubikcentimetern(berechnet)

152 b

is 154,5

2870

2870

154,5

157

2902

3001

157

159,5

3100

3132

159,5

162

3165

3263

162

164,5

3296

3394

164,5

167

3510

3525

167

169,5

3656

3656

169,5

172

3739

3787

172

, 174,5

3887

3918

174,5

177

4034

4049

177

, 179,5

4051

4180

179,5

182

4248

4311

Diese Zahlen wurden am wesentlichsten alterirt durch das Lebens-alter, indem junge Individuen bei gleicher Körperlänge stets eine grössereVitalcapacität hatten, als ältere Individuen, was sich aus der grösserenBiegsamkeit ihres Thorax, aus der grösseren Beweglichkeit ihrer Rippenerklärt.

Bei Brustkranken fand Hutchinson sehr bedeutende Abweichungen.Er fand, dass bei allen tuberculösen Individuen die Vitalcapacität sehrbedeutend herabgesetzt war. Er schlägt deshalb vor, das Spirometerzu diagnostischen Zwecken zu benützen, indem er angibt, dass damitunter Umständen beginnende Tuberculoso diagnosticirt werden könne,