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1 (1881) Physiologie des Kreislaufs, der Ernährung, der Absonderung, der Respiration und der Bewegungserscheinungen
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Die Milcli und die Milchdrüse.

Drüse einen Ivolutionsprocess ein, in welchem die neugebildeten Acimwieder versehwinden, und die eigentliche Drüsensubstanz bedeutend anVolum abnimmt, indem sie der Hauptsache nach auf die schon frühergebildeten Gänge reducirt wird. Wenn eine neue Schwangerschaft eintritt)so tritt während derselben wiederum dieselbe progressive Metamorphosewie während der ersten Schwangerschaft ein. Es wird wieder eine gros» 6Menge von Acinis gebildet u. s. w. Diese Wechsel können eintreten DlSin die Zeit der klimakterischen Jahre. Dann, wenn die Menses cessireDitritt auch ein Involutionsprocess in der Brustdrüse ein, die Acini ver-schwinden nun vollständig, so dass die Gänge der Milchdrüse blind mSträngen von Bindegeweben endigen; ja bei der weiteren Involutionschwinden auch die feineren Gänge, so dass nur noch die gröberen ntf*blinden Enden im Bindegewebe zurückbleiben. Eig. 30 zeigt Milchgängeeiner Puepora mit zahlreichen Endbläschen, Fig. 31 zeigt Milchgängeeiner alten Erau ohne Endbläschen, beides nach Langer. In seltenenFällen entwickelt sich bei männlichen Individuen die Drüse so weit,dass sie Milch absondert. In Giessen wurde die Milch eines Bockesanalysirt und Casein, Zucker und Ectt darin gefunden.

Die Milch enthält ausser anorganischen, namentlich phosphorsaurenSalzen, die dem Säuglinge zum Aufbaue seines Knochensystemes diene»!Milchzucker, Butter und Casein nebst etwas nativem Eiweiss, also einKohlehydrat, Fett und Eiweisskörper, so dass die drei grossen Gruppe 0der Nahrungsmittel in ihr vertreten sind.

Den Milchzucker haben wir bereits kennen gelernt. Wir habe 11gesehen, dass er direet gährungsfähig ist, dass er krystallisirt, die Polar 1 'sationsebene nach rechts dreht, dass er die gewöhnlichen Zuckerprobengibt, und dass er, da er alle diese Eigenschaften mit dem Traubenzuckergemein hat, von diesem nicht zu unterscheiden ist, so lange er sich i nLösung befindet, dass er sich aber, wenn er im festen Zustande dar-gestellt ist, dadurch unterscheidet, dass er schwerer in Wasser un clnamentlich viel schwerer in Alkohol löslich ist, als der Traubenzucker-

Die Butter ist ein gemengtes Glycerinfett. lieber die Butter aus derMenschenmilch gibt es noch keine Untersuchungen, einfach deshalb, * el

Untersuchungen über gemengte Fette immer ein beträchtliches Materiebeanspruchen, und die Butter aus der Menschenmilch noch nicht in bin'reichender Menge zu haben gewesen ist. Die Kuhbutter ist dagegen vonHeintz untersucht worden, und es hat sich ergeben, dass sie ein g' e 'mischtes Glycerinfett ist, und folgende Fettsäuren darin enthalten sindoder vielmehr, richtiger gesagt, folgende Fettsäuren durch den v"er-seifungsprocess daraus abgeschieden werden können:

Buttersäure

C 4 H 8 0 2

Capronsäure

C 6 H 12 0 2

Caprylsäure

C 8 H 16 0 2

Caprinsäure

Cio H 20 0 2

Myristinsäure

C[ 4 H 28 0 2

Palmitinsäure

C*i6 H 32 0 2

Stearinsäure

Cis H 36 0 2

Butinsäure

C20 H 40 0 2

Oelsäure

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